In wenigen Tagen wird der Rhein voraussichtlich sein Rekordtief von 2018 unterschreiten.
NiedrigwasserKölner Rheinpegel kurz vor Allzeit-Tief

An der Kaimauer am Kölner Altstadtufer ragt schon die Steinschüttung aus dem Wasser. Der Pegel Köln steht derzeit unter 80 Zentimetern.
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Der Rhein führt derzeit so wenig Wasser wie noch nie im Monat Juli. Am Dienstagmorgen wurde am Kölner Pegel ein Wasserstand von 78 Zentimetern gemessen. Damit wurde ein erst vor wenigen Tagen aufgestellter Rekord gebrochen. Am 16. Juli war der Kölner Pegel zeitweise auf 80 Zentimeter abgesunken, im Mittel registrierten die Messgeräte an diesem Tag einen Wasserstand von 83 Zentimetern.
Niedrigere Werte hat es seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1816 noch nie gegeben. Der bisherige Tiefstwert im Monat Juli wurde im Dürresommer 2022 am 29. Juli mit einem Tagesmittelwert von 1,09 Metern erfasst. Die aktuellen Werte stellen also einen Negativ-Rekord für Juli dar und liegen nur knapp über dem absoluten Tiefstwert: Am 23. Oktober 2018 stand der Kölner Pegel im Durchschnitt bei 69 Zentimetern.
Am Samstag wird in Köln ein Rheinpegel von 67 Zentimetern erwartet
Das könnte in Kürze wieder passieren. „Laut der Vorhersagen erwarten wir am Samstag am Kölner Pegel einen Wasserstand des Rheins von 67 Zentimetern“, erläutert Marlene Willkomm, stellvertretende Leiterin der Kölner Hochwasserzentrale. Weil es derzeit im Einzugsgebiet des Rheins kaum Niederschläge gebe, werde der Pegel danach wahrscheinlich noch weiter fallen.
Das Niedrigwasser hat massive Auswirkungen auf die Schifffahrt. Güterschiffe müssen ihre Ladung teils um mehr als die Hälfte reduzieren, Personenfahrten fallen teilweise aus. Die Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf hat ihren Betrieb bereits seit Sonntag eingestellt. Das Großfeuerwerk Kölner Lichter findet aber wie geplant statt. Möglicherweise können jedoch einige Schiffe nicht am Konvoi auf dem Rhein teilnehmen.
