Es ist ein mutiger Schritt, mit dem 22. März 2024 nach mehr als zehn Jahren Sanierungszeit plötzlich ein Datum für eine Wiedereröffnung der Bühnen auszugeben. Es ist auch ein gewagter Schritt mit viel Risiko, weil dafür von nun an alles glatt laufen muss.
Es scheint, als hätte es eine To-Do-Liste gegeben, die vor der Ausgabe des Datums abgearbeitet werden sollte. Die Bühne im Opernhaus ist fast fertig, die Haustechnik ist neu verlegt. Und doch: Kommt auch nur ein Lüftchen quer, kann die Planung wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen. Wird die Baustelle zum „Corona-Superspreader“, droht sie wochenlang stillzuliegen. Meldet eine der beauftragten Firmen Insolvenz an, lässt ein ganzer Bauabschnitt auf sich warten – so etwas hat der Stadt und den Bühnen schon mehrfach den Plan über den Haufen geworfen.
Die vergangenen zwei Jahre haben gezeigt, dass in Zeiten von Corona, Materialknappheit und Lieferengpässen kaum etwas glatt läuft, deswegen stehen die Bühnen mit ihrem Datum auf wackeligen Beinen.
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