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Kulturstiftung Kölner DomEin Teppich aus Sternen: Erinnern, Spenden, Verewigen

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Dompropst Guido Assmann bei der Segnung der neuen Sterne.

Dompropst Guido Assmann bei der Segnung der neuen Sterne.

13 weitere Sterne vor dem Dom widmet die Kulturstiftung Kölner Dom ihren Spenderinnen und Spendern .

Jährlich besuchen etwa sechs Millionen Menschen den Kölner Dom. Dabei handelt es sich nicht nur um Gläubige, sondern auch um Menschen, die von der Kultur oder Architektur der Kirche fasziniert sind. „Der Dom hat eine dreifache Bedeutung“, erklärt Tom Buhrow, Kuratoriumsvorsitzender der Kulturstiftung Kölner Dom. Zum einen sei er ein Gotteshaus, in dem Messen gefeiert werden. Zum anderen stehe er als Kulturraum für die Region und schließlich sei er ein eindrucksvolles Bauwerk.

Nun hat die Kulturstiftung Kölner Dom 13 neue Sterne vor den Nordportalen verlegt. Im Rahmen einer Feierstunde segnete Dompropst Guido Assmann diese und händigte den Spenderinnen und Spendern Urkunden aus. „Eigentlich feiern wir heute auch ein Silberjubiläum“, erzählt der Dompropst. Denn die Stiftung ehrte die Sternen-Spender bereits zum 25. Mal. In den letzten 13 Jahren wurden rund 760 Sterne verlegt. 11.000 Sterne sollen in ferner Zukunft das Domumfeld verschönern, so Assmann. Für eine Spende ab 5000 Euro wird der oder die Spenderin mit einem Stern geehrt. 

„Für mich ist das eine Herzensangelegenheit“, sagt Spenderin Uta Ries. Sie ist mit dem Dom aufgewachsen. „Er ist irgendwo ein Stück von mir“. Eine Sternen-Spende kann sowohl schöne als auch traurige Gründe haben. Manche Menschen wollen ihre Verbundenheit ausdrücken, andere wollen ihrer Liebsten gedenken. „Der Stern ist eine Erinnerung an unsere Familie, drückt aber auch unsere Liebe zum Dom aus“, berichtet Blaue-Funken-Präsident Björn Griesemann, der ebenfalls gespendet hat.

Das Geld fließt größtenteils in den Bau der neuen Marienorgel; die  Sanierung der alten Marienorgel hätte sich aufgrund der vielen Mängel, nicht mehr gelohnt.  Außerdem fördert es den neuen Domführer in einfacher Sprache, der Menschen mit Behinderung oder kognitiven Schwierigkeiten helfen soll, einen virtuellen Domrundgang und das neue Projekt „Artist meets Archive“, das bedeutende Dokumente durch Fotografien sichert.