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Grün für KölnMüngersdorfer setzen sich für neue Straßenbäume ein

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Ein Mann und eine Frau stehen links und rechts von einem jungen Baum.

Antje Frings und der stellvertretende Vereinsvorsitzende Jürgen König freuen sich über den neuen Straßenbaum an der Ecke Am Serviersberg/Wendelinstraße.

Der Bürgerverein Müngersdorf nimmt das Klima im Veedel selbst in die Hand und sorgt für vier Baumpflanzungen, mit denen teils jahrelange Lücken geschlossen werden. 

Mit vielen kleinen Schritten lässt sich am Ende eine große Veränderung bewirken. Das weiß auch der Bürgerverein Müngersdorf, der jetzt für vier neue Straßenbäume gesorgt hat: Ein Amberbaum ist auf seine Initiative gerade Am Serviesberg, Ecke Wendelinstraße gesetzt worden. Am Manstedter Weg 9 wurden zwei Ebereschen gepflanzt. An der Widdersdorfer Straße stehen nun zwei neue Roteschen und komplettieren dort eine Baumreihe. Antje Frings, Vorsitzende des Bürgervereins, freut sich darüber sehr: „Es ist schön, dass der alleeartige Baumbestand an der Widdersdorfer Straße vervollständigt werden konnte“, sagt sie. „Die zwei Bäume fehlten seit langer Zeit.“ Aber auch die anderen Neupflanzungen seien wichtig - und dass weitere hinzukommen. So möchte der Bürgerverein das Viertel Stück für Stück weiter begründen, beispielsweise auch am Alten Militärring.

Klimaverbesserung durch Bäume

Denn Straßenbäume sind bekanntermaßen wichtig. „Wir möchten zum einen die Aufenthalts- und Luftqualität verbessern“, erläutert Frings. Ein Blätterdach verschönere das Straßenbild und filtere Schadstoffe aus der Luft. Es habe aber auch einen wichtigen kühlenden Effekt, in Zeiten, in denen die Stadt klimawandelbedingt mit zunehmender Hitze zu kämpfen hat. „Man hört immer, dass alten Menschen geraten wird, bei hohen Temperaturen zuhause zu bleiben und die Jalousien herunterzulassen“, sagt Frings. Es sei aber keine Lösung allein lebende Menschen zur Einsamkeit zu verdammen. Man müsse dafür sorgen, dass die Stadt bewohnbar bleibt – mit mehr Grün.

„Laut Auskunft der Stadtentwässerungsbetriebe sind 55 Prozent der Stadtfläche versiegelt“, erzählt Frings. Man könne also noch einiges verbessern, nicht nur durch Entsiegelung. Es gäbe viele verwaiste Baumscheiben und Anwohner sowie Anwohnerinnen, die seit vielen Jahren auf Ersatz für verschwundene Bäume warten. Mit Unterstützung der Kölner Grün Stiftung konnte der Bürgerverein die vier Baumscheiben wieder bestücken. „Wir haben dank der Stiftung nur jeweils 1200 Euro pro Baum aufbringen müssen“, sagt Frings. „Die Bäume werden zudem drei Jahre lang gepflegt und bewässert.“ Auch die Zusammenarbeit mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen sei sehr gut gewesen. „Wir sind sehr von Anno Friedrich unterstützt worden, der für die Straßenbäume zuständig ist“, lobt Frings.