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Neueröffnung in KölnDas „Gustav Eck“ in Sülz ist wiederbelebt

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Dagmar und Jonathan Sittler vor der Eingangstür des neuen „Gustav Ecks“.

Dagmar und Jonathan Sittler vor der Eingangstür des neuen „Gustav Ecks“.

Das ehemalige „Knollendorf“ hat unter seinem alten Namen „Gustav Eck“ wiedereröffnet. Hier gibt es frisch gezapftes Früh-Kölsch zu gutbürgerlicher Küche.

Wie sein Ecklokal an der Gustavstraße heißen soll, wusste Jonathan Sittler sofort, obwohl er dessen Geschichte gar nicht kannte: „Em Gustav Eck, natürlich“. Der Name prangt nun wieder über der Tür – und die Nachbarschaft reibt sich ungläubig die Augen. Der Schriftzug erinnert an längst vergangene Zeiten, als er noch in Leuchtbuchstaben über der Eingangstür stand.

Der alte Name hat sich dem neuen Besitzer aufgedrängt. Nach vielen Monaten, während derer die Rollläden vor der Tür heruntergelassen waren, ist die Sülzer Gastroinstitution wieder geöffnet und frisch getüncht, ganz mit ihrem alten Veedelskneipen-Charme erstrahlt.

Zehn Jahre lang war im Ecklokal das „Knollendorf“ zuhause

Vor zehn Jahren hatte der ehemalige Intendant des Hänneschentheaters das Lokal übernommen und die Leuchtschrift durch ein buntes Schild mit Theaterfiguren und dem Namen „Knollendorf“ darauf ersetzt. Die gutbürgerliche Küche und die Stammkundschaft blieben, doch das „Gustav Eck“ gehörte der Vergangenheit an, auch noch als der Betreiber danach wechselte.

Vor einem Jahr schloss das „Knollendorf“ aber endgültig seine Türen. Ein kranker Koch und Mangel an qualifiziertem Personal waren der Grund. Und so stand das schöne Kneipenlokal lange leer – bis sich nun der passende Wirt fand.

Kneipenliebhaber mit passendem Konzept

Sittler hat lange Gastronomieerfahrung, bislang als Angestellter. Seit sechs Jahren war der Ossendorfer auf der Suche nach einer geeigneten Location, um sich selbstständig zu machen. Er fand sie an der Ecke zwischen Nikolaus- und Gustavstraße im alten Kern von Sülz, wo früher diverse Werkstätten ansässig waren und die „kleinen“ Leute wohnten. „Ich bin selbst Kneipengänger“, erzählt Sittler. „Es gibt in Köln wahrscheinlich keine Kneipe, die ich nicht kenne.“

Das Gustav Eck ist frisch renoviert und in seinem alten Veedelskneipen-Charme.

Das „Gustav Eck“ ist frisch renoviert und erstrahlt in seinem alten Veedelskneipen-Charme.

Die Räume mit der Holztheke und die bleiverglasten Fenster sind der richtige Ort für sein Konzept. Zu frisch gezapftem Früh-Kölsch, Weinen und einer großen Auswahl anderer Getränke werden Schnitzel, Currywurst mit Pommes, Reibekuchen, Himmel un Äd sowie Kartoffel- oder Nudelsalat mit Bockwurst oder auch kleine Speisen wie Halver Hahn, Metthäppchen oder Frikadellen gereicht. Noch ist die neue Küche nicht eingebaut und die Gäste müssen vorerst mit Snacks vorliebnehmen. Das soll sich möglichst bald ändern.

Erfahrene Gastronomin unterstützt ihren Sohn

Mit von der Partie im wiederbelebten „Gustav Eck“ ist Sittlers Mutter Dagmar, die mit ihrer eigenen 50-jährigen Gastroerfahrung das Lokal unterstützt. 30 Jahre hat sie in Ossendorf eine Imbiss-Pizzeria geschmissen, neben ihren vier Kindern. „25 Jahre lang hatten wir ein Lokal, an der Ecke Venloer Straße/Akazienweg“, erzählt sie. „Ich muss immer noch schlucken, wenn ich daran vorbeifahre.“

Jetzt hat sie mit ihrem Sohn in Sülz ein neues gastronomisches Zuhause gefunden – und eine Stammkundschaft, die schon lange darauf gewartet hat, dass ein neuer Wirt ihren Treffpunkt wieder eröffnet, für Stammtischgespräche und Spielerunden. Zwei Dartscheiben stehen bereit. Jung und Alt sollen hier 80er- und 90er-Jahre-Partys feiern, wie auch Karneval, mit dem kneipeneigenen Höhepunkt, wenn direkt vor der Tür am Dienstagabend der Nubbel verbrannt wird.


Gustav Eck, Gustavstraße 21, Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 15 bis 23 Uhr, Freitag und Samstag 14 bis 24 Uhr, Sonntag 10 bis 22 Uhr. em-gustaveck.de

Ein Schnitzel „Wiener Art“ kostet 15,90 Euro, ein Jägerschnitzel 7,90 Euro, Currywurst mit Pommes 11,90 Euro, Reibekuchen mit Apfelmus und Kartoffelsalat mit Bockwurst 9,90 Euro. Die Preise kleinerer Speisen liegen zwischen 4,50 und 7,80 Euro. Ein Früh-Kölsch kostet 2,20 Euro.