Nach Kritik zieht „Bunt im Carrée“ im nächsten Jahr auf das ehemalige 4711-Gelände in Ehrenfeld. Geplant ist ein großes Stadt-Festival.
Neues Festival„Bunt im Carrée“ ist künftig ein Stadt-Festival in Ehrenfeld

Auf der Kreuzung Sülzburg/Berrenrather Straße feierten beim letzten Straßenfest „Bunt im Carrée“ sehr viele Menschen.
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Das Sülzer Straßenfest „Bunt im Carrée“ verlässt sein Heimatviertel und zieht in den Grenzbereich von Ehrenfeld und Bickendorf, auf das ehemalige Produktionsgelände von 4711 an der Venloer Straße 769, namens „Quartier B“. Dort laden die Veranstalter im kommenden Jahr, vom Samstag, 8. bis Sonntag, 9. Mai, unter dem gleichen Namen zu einem großen „Stadt-Festival“.
Passender Ort für ein ähnliches Konzept
Dieser Entschluss ist auch die Folge eines Lernprozesses, zu dem Kritik an der Veranstaltung in Sülz geführt hat. Anwohner hatten sich bei der vergangenen Veranstaltung über Wildpinkler, das Müllabkommen und das Gedränge vor der DJ-Bühne beschwert.
Die Sülzer Straßen seien nicht der richtige Ort für das Fest gewesen, schlussfolgert Mitveranstalter Dylan Stuka. Allerdings gab es auch viele, vorrangig junge, begeisterte Festbesucher, rund 50.000 Gäste. Für sie hat das „Bunt-im-Carrée-Team“ nun einen passenderen Veranstaltungsort gefunden. Auf der Industriebrache stehen ihnen 24.000 Quadratmeter zur Verfügung. Die Pläne sind geschmiedet. Der Verkauf der ersten „Blind-Tickets“ ist gestartet, die die Besucher erwerben können, bevor das Programm genau feststeht.
Lokale Musiker auf drei Bühnen
„Wir möchten das größte Stadtfestival im urbanen Raum werden und das größte Festival in Köln, nach dem Summerjam“, sagt Stuka. Mit seinen Partnern Severin Becker und Jonan Stemplinger verfolgt er bei der neuen Auflage von „Bunt im Carrée“ ein ganz ähnliches Konzept: Der Schwerpunkt der Veranstaltung liege auf dem lokalen Charakter, schildert Stuka. Kölner Musiker sollten dort eine Bühne haben, lokale Gastronomen die Gäste bewirten. Einige interessante Start-ups hätten bereits zugesagt.
Es soll eine DJ-Bühne geben, eine Hauptbühne, die Stuka und sein Team mit dem Kooperationspartner „Rausgegangen“ bespielen werden, und eine dritte Bühne, deren Programm in Kooperation mit der Social-Media-Community „Koelnistcool“ erarbeitet wird. Das musikalische Programm soll möglichst divers sein, von Elektro über Pop und Indie bis zu Singer/Songwritern reichen.
Volles Programm zu einem vergleichsweise günstigen Preis
Rund 40 Bands und Musiker sollen an den zwei Tagen auftreten, 80 bis 100 Stände von lokalen Gastronomen, Kreativen und Unternehmen vor Ort sein. Eine Do-it-Yourself-Area ist vorgesehen, wo etwa Malworkshops stattfinden. „Wir möchten einen Raum für Gemeinschaft schaffen und legen dabei sehr viel Wert auf die Gestaltung“, verspricht Stuka. Das Ganze solle aber vor allem bezahlbar bleiben. „Blind-Tickets“ für das Festivalwochenende kosten 25 Euro. Ein Tagesticket wird dann 35, ein Wochenendticket 49 Euro kosten. Kinder zahlen keinen Eintritt.
„Das Ticketing hilft uns dabei, die Kosten für die Infrastruktur abzudecken“, sagt Stuka, „für die nötigen Toilettenwagen, für Müllbehältnisse und Beseitigung, für den Strom.“ In Sülz sei es zu schwierig gewesen, die nötige Infrastruktur zu schaffen und die Kosten dafür zu erwirtschaften. Als Sülzer fällt ihm der Umzug allerdings schwer. Und so soll es künftig auch eine kleinere Variante des Straßenfestes in Sülz geben, mit einem anderen Namen, ohne DJ-Bühne.
Tickets können über die Homepage von Rausgegangen erworben werden.