Köln – Mehrere Tage nach der Wurfattacke auf einen Güterzug am Mediapark ist die Bundespolizei dem Täter oder den Tätern auf der Spur. „Wir sind zuversichtlich, den Fall aufklären zu können“, sagte ein Sprecherin. Die Beamten hätten rund um den Tatort am Mediapark „mehrere Spuren“ gefunden. Unter anderem wurde ein Gesteinsbrocken auf der Brücke an den Gleisen sichergestellt und untersucht. Weitere Details zum Stand der Ermittlungen teilte die Behörde zunächst nicht mit.
Unbekannte hatten in der Nacht zum 30. Juli einen schweren Steinbrocken auf einen Güterzug geworfen und damit den Zugführer (56) verletzt. Das Wurfgeschoss fiel direkt auf die Scheibe des Führerhauses. Der Aufprall war so heftig, dass die Scheibe der Lok zerbarst, auch die Scheibe daneben wurde beschädigt.
Die Bundespolizei spricht von einem Schaden von rund 2300 Euro. Der 56-Jährige musste nach der Attacke mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren werden. „Die Splitter trafen den Mann am ganzen Körper“, sagte die Sprecherin der Rundschau. Ermittelt wird in dem Fall weiter wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr. (dta)

