Nach fünf JahrenSenioren ziehen zurück in saniertes Gebäude in Köln- Dellbrück

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Drei Männer und eine Frau halten gemeinsam einen überdimensionalen Schlüssel.

Sven Heidrich-Wachsmuth, Ossi Helling, Andreas Wolter und Gabriele Patzke(v.l.) vollzogen die feierliche Schlüsselübergabe.

Nach fünf Jahren einer kompletten Sanierung sind die Bewohner des Pflegebereichs wieder in ihre Einrichtung zurückgezogen.

Der Pflegebereich des SBK-Seniorenzentrums Dellbrück wurde komplett modernisiert und ist wieder funktionsfähig. Mit einer feierlichen Schlüsselübergabe wurde der Betrieb wieder in vollem Umfang aufgenommen. Die Einrichtung befindet sich an der Dellbrücker Hauptstraße und somit im Zentrum des Stadtteils. Sie bietet insgesamt 86 Plätze in der stationären Pflege sowie 109 Seniorenwohnungen mit Betreuungsangeboten. Außerdem hat hier ein mobiler Pflegedienst der SBK eigene Räume.

70 Bewohner waren im Ausweichquartier in Köln-Riehl

„Das Zentrum kann nun die Funktion als „Quartiershaus mitten im Veedel“ wieder voll ausfüllen“, betonte SBK-Geschäftsführerin Gabriele Patzke. Sie dankte allen Beteiligten – den Bewohnern und deren Angehörigen, den Pflegekräften und den Mietern der unmittelbar benachbarten Wohnanlage für ihre Geduld, denn schließlich hatten die Bauarbeiten nicht wie geplant drei Jahre, sondern fünf Jahre gedauert. Ende 2018 seien die damals 70 Bewohner in ein Ausweichquartier nach Riehl umgezogen. Patzke: „Dann verzögerten die Corona-Pandemie, fehlende Arbeitskräfte aus dem Baubereich und die Folgen von Ukraine-Krieg und Inflation die Arbeiten.“

Ein dreistöckiger Flachbau mit einem von Luftballons geschmückten Eingang ist zu sehen.

Das Gebäude der stationären Pflege wurde umfassend saniert.

Kölns Bürgermeister Andreas Wolter lobte den neuen Bau. Dabei betonte er auch die zentrale Lage: „Es ist dadurch für die Senioren leicht, am öffentlichen Leben teilzuhaben.“ Sie könnten unter anderem in den verschiedenen Geschäften der Nachbarschaft selbst einkaufen gehen. Ossi Helling, Vorsitzender des SBK-Aufsichtsrats, schilderte die Herausforderungen, die die Modernisierung mit sich brachte: „Um die Bewohner der benachbarten Wohnungen nicht mehr als nötig zu stören, bauten wir nicht, sondern sanierten im Bestand.“ Es entstanden 86 große Einzelzimmer mit eigener Dusche in Wohngruppen für 12 bis 14 Personen. Helling: „Jede der Gruppen verfügt über einen eigenen Gemeinschaftsraum.“

„Für unsere Bewohner bietet der modernisierte Bereich mehr Komfort als früher“, erklärt Sven Heidrich-Wachsmuth, Leiter des Zentrums. Vor dem Umbau habe es mehrheitlich Zweibettzimmer gegeben. Um ausschließlich Einzelzimmer anbieten zu können, wurde das Gebäude um eine Etage aufgestockt. Heidrich-Wachsmuth: „Die Modernisierung kostete insgesamt etwas mehr als 16 Millionen Euro.“ Als letzter Schritt würden nun noch die Fassaden des Komplexes für betreutes Wohnen neu gestaltet: Damit stellen wir ein einheitliches Bild her.

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