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„Ältestes Freibad hat eine Zukunft“Erleichterung vor Ort – Waldbad in Köln-Dünnwald kann saniert werden

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Das Waldbad Dünnwald (Archivbild)

Das Waldbad Dünnwald (Archivbild)

Der Haushaltsausschuss des Bundes hat für die Sanierung des Waldbads Dünnwald grünes Licht gegeben. Die Verantwortlichen freuen sich sehr.

Großes Aufatmen in Köln-Dünnwald: Das Waldbad kann saniert werden und entsprechend bestehen bleiben. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Mittwoch grünes Licht für eine Förderung von gut 3,9 Millionen Euro gegeben. „Wir freuen uns und sind erleichtert, dass wir das Waldbad retten konnten und bedanken uns bei allen, die uns unterstützt haben“, sagt Franz Philippi, Vorsitzender des Freien Ortskartells Dünnwald e. V., auf Anfrage dieser Zeitung.

Weil die Folie im Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken beschädigt ist und hoher Sanierungsbedarf herrscht, fürchtete das Kartell Ende 2025, dass das Waldbad schließen müsste, und mobilisierte Politik und Gesellschaft. Eine Petition wurde gestartet und von gut 16.000 Menschen unterschrieben, die Bezirksvertretung Mülheim sowie der Stadtrat setzten sich für die Förderung ein. Mit der Antragstellung auf die sogenannte „Sportmilliarde“ im Januar hatte sich die Stadt bereits verpflichtet, die weiteren Mittel in Höhe von über 4,4 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Sanierung von Waldbad Dünnwald

„Das ist ein klares und deutliches Zeichen zur Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements“, sagt Philippi erfreut. Das Waldbad Dünnwald sei das einzige Schwimmbad auf Kölner Stadtgebiet, das durch einen ehrenamtlich tätigen Verein im Sinne der Daseinsvorsorge für die Menschen betrieben und unterhalten wird, betont er. Unterstützt wird das Freie Ortskartell dabei vom Förderverein Dünnwalder Waldbad. Hunderte Ehrenamtliche sorgen Jahr für Jahr dafür, den Betrieb des Bades aufrechtzuerhalten und auch mit Spenden in fünfstelliger Höhe das Waldbad zu unterstützen, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

„Das älteste Kölner Freibad hat jetzt wieder eine gute Zukunft“, freut sich auch Marc Jan Eumann, Vorsitzender des Fördervereins. Noch viel wichtiger sei aber, dass durch diese Entscheidung der schwierigen Situation fehlender Wasserflächen und mangelnder Schwimmkompetenz aktiv entgegengewirkt werde. Auch Mülheims Bezirksbürgermeister Vincent Morawietz zeigte sich erfreut über die Nachricht, dass das Waldbad Dünnwald saniert werden kann: „Eine fantastische Nachricht für den ganzen Stadtbezirk: Auch künftige Generationen Mülheims können im Waldbad schwimmen! Die Investition von Stadt und Bund ist in diesen Zeiten alles andere als selbstverständlich.“

Zur zeitlichen Umsetzung der Sanierungsarbeiten könne das Freie Ortskartell Dünnwald zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Klar sei aber, dass alle Weichen Richtung Sanierung gestellt werden. Knapp 8,5 Millionen Euro soll diese kosten. „Wir fühlen uns gestärkt und motiviert, auch unter weiterhin schwierigen Umständen einen Schwimmbetrieb für die Kölnerinnen und Kölner aufrechtzuerhalten“, betont das Kartell in der Pressemitteilung.