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JubiläumBürgervereinigung Köln-Mülheim feiert ihr 75‑jähriges Bestehen

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Das Team der Mülheimer Bürgervereinigung: Helmut Zoch, Ursula Klawitter, Veronika Kempkes, Stephan Zehnpfennig, Christtraut Kirchmeyer, Jürgen Scheidt, Benno Jung und Georg Brandt (von links).

Das Team der Mülheimer Bürgervereinigung: Helmut Zoch, Ursula Klawitter, Veronika Kempkes, Stephan Zehnpfennig, Christtraut Kirchmeyer, Jürgen Scheidt, Benno Jung und Georg Brandt (von links).

Attraktiv und stark: So stellt sich die Bürgervereinigung Mülheim ihren Stadtteil vor und tut seit 1951 einiges dafür. Der Geburtstag wurde jetzt gefeiert. 

Zu Häppchen und Schaumwein an und in der Friedenskirche lud am ersten meteorologischen Herbsttag des Jahres die Mülheimer Bürgervereinigung zur Feier ihres 75. Geburtstags ein. In der Kirche in der Wallstraße, in der Hausherr Pfarrer Markus Vorländer die Gäste herzlich begrüßte, hing neben dem Wappen der Bürgervereinigung auch ein groß aufgezogenes Bild von der Mülheimer Brücke. „Der ewige Baustellenzustand macht uns und vor allem den Händlern natürlich täglich Sorgen, sie liegt aber außerhalb unserer Kontrolle“, bedauert Helmut Zoch, der Vorsitzende der Bürgervereinigung, am Rande des Festakts.

Kernanliegen der Bürgervereinigung sei es immer gewesen, den rechtsrheinischen Stadtteil Mülheim attraktiv und lebendig zu halten. Damit folgt der Zusammenschluss engagierter Menschen im Stadtteil der Tradition seiner Vorgänger-Organisationen: Schon ab dem Jahr 1846 lud der Unternehmer Christoph Andreaer Gleichgesinnte zu Montagskränzchen ein, bei denen über Verbesserungen für die damals noch eigenständige Stadt Mülheim debattiert und Bittschriften an den Landtag verfasst wurden. Daraus wurde schließlich der Verschönerungsverein und nach dem Zweiten Weltkrieg der Mülheimer-Bürger-Jugend-Verein. 1951 wurde daraus die Bürgervereinigung Mülheim.

Die Statue des heiligen Nepomuk steht am Rhein.

Der heilige Nepomuk vor der Kirche St. Clemens wacht über das Mülheimer Rheinufer.

Stephan Zehnpfennig, zuständig für die Historie, gab den Gästen einen kurzen Überblick über deren Kernprojekte. In den Nachkriegsjahren kümmerte man sich buchstäblich um den Aufbruch aus Trümmern und den Wiederaufbau der Mülheimer Stadthalle. Zum 40. Jahrestag der Zerstörung Mülheims im Jahr 1984 erreichte die Bürgervereinigung die Errichtung eines Mahnmals für die Kriegsopfer im Stadtgarten. Auch der Ersatz der Nepomuk-Statue am Rheinufer im Jahr 1992 geht auf die Initiative der Bürgervereinigung zurück, die damit ihr historisches Kernthema „Verschönerung“ weiterverfolgt. Das Rheinpanorama rund um St. Clemens ist das Mülheimer Postkarten-Motiv schlechthin.

Vermittler zwischen Bürgern und Politik in Köln-Mülheim

Seit den 1990er Jahren gibt es regelmäßige Stammtische für die Bürger. Außerdem veranstaltet die Bürgervereinigung gemeinsam Feste, wie Mülheim-Live auf der Frankfurter Straße, den Markt der Möglichkeiten auf dem Wiener Platz, das Olivenfest im Rahmen des GAG-Halbmarathons, den Mülheim-Ball in der Stadthalle oder die Eröffnung des Straßenkarnevals auf dem Wiener Platz. 

Dass zum Festakt neben Bürgern auch zahlreiche Vertreter aus Bezirks- und Stadtpolitik erschienen waren, freut Helmut Zoch, der seit 2003 Erster Vorsitzender ist. „Es ist immer gut, im Gespräch zu bleiben und sich persönlich auszutauschen.“ Die Rolle als Vermittlerin von Bürgerwünschen an die Politik nimmt Zoch gerne ein. Auch wenn er bei einigen Themen, wie der Reparatur des Bootsanlegers fürs Müllemer Bötche, dank leerer Stadtkassen, einen langen Atem benötigt.

Der Feierstimmung tat dies jedenfalls keinen Abbruch. Unter den Gästen waren der neue Bezirksbürgermeister Vincent Morawietz (SPD) sowie Alt-Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs (SPD). Die Grußworte sprachen, genau wie Eric Haeming für die Ratsfraktion der CDU,  Stefan Winkelmann von der Grünen-Fraktion und Volker Görzel, der die gemeinsame Ratsfraktion aus KSG und FDP vertrat.