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Naturschützer fordern mehr KontrollenBMX-Trails schädigen geschützte Bäume

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An 22 Stellen gibt es  Parcours im Wald. Wo, zeigen rote Punkte auf dem Plan von Joachim Bauer und Helmut Röscheisen (v.l.).

Aufgeschüttete Rampen, stark verdichtetes Erdreich und offenes Wurzelwerk – mit einem Ortstermin im Lindentaler Äußeren Grüngürtel machte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) erneut auf ein mittlerweile stadtweites Phänomen aufmerksam. Mitten in Waldgebieten entstehen Parcours für BMX-Räder oder Mountainbikes.

Dabei werden Gebüsche entfernt und Wurzeln beschädigt, was für durch Hitze und Wasserknappheit gestresste Bäume ein ernstes Problem darstellt. „Und das, obwohl viele der betroffene Waldstücke unter Landschaftsschutz stehen“, so Helmut Röscheisen vom BUND. Harald von der Stein, Vorsitzender des Naturschutzbeirates der Stadt, ist angesichts der teils sehr großen Sprungschanzen über eines besonders erbost. „Es kann nicht sein, dass Eltern mit Spitzhacken und Schaufeln in den Wald ziehen und ihren Kinder helfen, gegen Schutzbestimmungen zu verstoßen.“ Wie Röscheisen fordert auch er ein konsequenteres Vorgehen der Stadt in Sachen Bußgelder.

BUND und Stadt suchen Flächen

„Während der Pandemie haben wir davon abgesehen. Die Kinder und Jugendlichen hatten ja keine Alternativen, alle Sportstätten waren zu“, erklärt Joachim Bauer, stellvertretender Leiter des Grünflächenamtes. „Aber das ist ja jetzt wieder anders.“ Zudem sei die Stadt als Besitzerin der Waldflächen haftbar, wenn Unfälle passieren. Allerdings gebe es derzeit auch keine Ausweichflächen. Das soll sich jetzt ändern.

In Longerich wird der Verein Trail 95 auf einem ehemaligen Ascheplatz gemeinsam mit Jugendlichen einen Parcours bauen. Die Stadt stellt das Gelände, Erdreich und Wasser. Wenn alles glattgeht soll der Platz im Herbst fertig sein. Ein zweiter Kurs wird in Kalk entstehen. Weil das nicht reicht, suchen BUND und Stadt weitere geeignete Flächen. Wer Vorschläge hat, kann sie dem BUND unter der Adresse bund.koeln@bund.net mailen.

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Parallel dazu setzt sich Harald von der Stein für den zügigen Rückbau der 22 Parcours ein. „Die Stadt soll Auskunft darüber geben, ob Renaturierungen begonnen wurden und dauerhaft erfolgreich sind.“