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Naturschutz in Namibia „Living with Elephants“ mit Kölner Azubis startet im September

Tankstopp in der Wildnis: Wasserstellen sind für Elefanten überlebenswichtige Anlaufstellen.

Tankstopp in der Wildnis: Wasserstellen sind für Elefanten überlebenswichtige Anlaufstellen.

Köln – Elefanten vor großen Wasserlöchern, die sich mit Rüsseln eine Dusche zuprusten und einen großen Schluck genehmigen – das sind beliebte Fotomotive auch auf der Homepage des gemeinnützigen Vereins „Living with Elephants e.V.“ mit Sitz in Köln und Windhoek. Doch in Namibia zum Beispiel sieht die Wirklichkeit anders aus, dort mangelt es an intakten Wasserlöchern und Badestellen für die gewaltigen Tiere.

Kölner Auszubildende machen sich bald auf, um sich für die Wüstenelefanten, den Naturschutz und die Menschen in dem Lebensraum einzusetzen: Vom 10. bis 28. September fahren Azubis des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt und ein Ausbilder nach Namibia, um dort die von Tieren genutzten Wasserlöcher wieder zu reaktivieren. Aufgrund mehrerer wasserarmer Perioden waren einige versiegt. Auf der Suche nach anderen Wasserstellen zertrampelten Tiere Pflanzen und zerstörten Zäune von Farmen.

Kompetenzen lernen – nicht nur für den Naturschutz

Hilfe tut not, für den Schutz der Vierbeiner und damit auch zum Wohl der Bewohner in der wüstenähnlichen Region für eine friedliche Koexistenz: Der Verein „Living with Elephants“ mit dem Vorsitzenden Stefan Peil sowie das Jugendamt der Stadt Köln und das Grünflächenamt arbeiten mit einem in der afrikanischen Region ansässigen Verein zusammen.

„Ende August findet das Vorbereitungstreffen mit fünf Azubis aus dem Bereich Landschaftspflege und Straßenwärter statt“, erläutert Bernd Seifert, zuständig im Jugendamt der Stadt für Internationale Begegnungen. Dabei werde nicht nur der Naturschutz unterstützt, sondern die Teilnehmer können auch wertvolle soziale Kompetenzen erwerben und international berufliches Engagement sammeln.

Für drei Wochen im Ondjou Wildtier-Reservat

„Unser Ziel ist es, die wenigen freilebenden Tiere zu schützen und gleichzeitig die Lebensgrundlage der heimischen Bevölkerung zu verbessern“, heißt es auf der Homepage der 2012 gegründeten Organisation. Das Schaffen von Wellness-Oasen mit Badeseen, ausreichend Wasser und Pflanzen steht auf dem Programm.

Die fünf Kölner Azubis werden Wasserstellen instand setzen, Reservoirs betonieren und erweitern, Leitungen verlegen, Zäune bauen... Für drei Wochen sind sie im Ondjou Wildtier-Reservat in einer Lodge untergebracht, zeitweise campieren sie in Zelten an den Baustellen in der Wildnis. Für die drei Wochen fallen pro Person 1700 Euro Kosten an, von denen rund 1000 Euro je Teilnehmer aus dem Förderprogramm „Konkreter Friedensdienst“ von Engagement Global NRW bezuschusst werden.