Die Grundschule in Longerich leidet schon bei moderater Wärme und Sonneneinstrahlung unter Hitze in den Räumen.
Hohe RaumtemperaturenHitze belastet Kölner Grundschule – Politik fordert schnelle Hilfe

Blick auf den Eingang und das Schulgebäude der GGS Gartenstadt. Die Schule klagt über unerträgliche Raumtemperaturen, schon bei mäßig warmem Wetter.
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Eine Schule ruft nach Hilfe gegen die Hitze: Sobald es draußen wärmer wird und die Sonne durch die Fenster scheint, steigen die Raumtemperaturen in der Gemeinschafts-Grundschule (GGS) Gartenstadt laut übereinstimmender Schilderungen schnell ins Unerträgliche.
„Die Schülerinnen und Schüler klagen über Unwohlsein und Kopfschmerzen, schon seit Jahren“, berichtete Sandra Vogel, Grünen-Mandatsträgerin in der Bezirksvertretung Nippes. „Gerade in den Sommermonaten, aber auch schon bei Temperaturen wie vorige Woche (in der Schönwetter-Phase Ende April/Anfang Mai, Anm. d. Red.) ist ein ordentlicher Schulbetrieb nicht mehr möglich.“ Zwar sei auf mittlere Sicht geplant, das Schulgebäude zu sanieren. „Die Probleme bestehen aber jetzt, und der Sommer steht vor der Tür. Die Elternschaft ist wirklich verzweifelt, ich habe heute Morgen noch mit einer Mutter gesprochen. Es muss wirklich ganz kurzfristig etwas passieren.“
Auf einen gemeinsamen Antrag von Grünen, SPD, Volt, Linken und FDP beschloss die Bezirksvertretung einstimmig den Auftrag an die Verwaltung, die Schule an der Altonaer Straße 32 mit Elementen auszustatten, die die Raumtemperatur in den Klassen an Sonnentagen senken. Außerdem soll die Verwaltung einen Ortstermin mit der Schulleitung, dem Förderverein, Eltern sowie Mitgliedern der Bezirksvertretung koordinieren, um den konkreten Bedarf zu ermitteln und die Umsetzung zu planen. Das alles soll möglichst kurzfristig geschehen, damit bereits für den jetzt kommenden Sommer Abhilfe geschaffen werden kann.
„Nicht nur das Wohlbefinden leidet, sondern auch das Lernen selbst“
Zuvor hatte der Schul-Förderverein bereits zur März-Sitzung der Bezirksvertretung einen Antrag auf bezirksorientierte Mittel in Höhe von 8425 Euro vorgelegt, um Sonnenschutz- und Hitzefolien anschaffen und montieren zu können. Diesen Antrag lehnte die Bezirksvertretung jedoch aus Prinzip ab: Ein adäquates Raumklima in den Schulen zu schaffen, gehöre zu den originären Aufgaben der Stadtverwaltung, und sei keine Sache für das Bezirksbudget.
„Hitzeschutz an Schulen ist kein Luxus, sondern wirklich notwendig“, bekräftigte der Jugendvertreter Ardacan Karasu. „Nicht nur das Wohlbefinden leidet bei großer Raumhitze, sondern auch das Lernen selbst. Es darf nicht erst gehandelt werden, wenn die Belastung zu groß geworden ist.“
