Das Jungtier der stark bedrohten Madagaskar-Springratten ist erstmals im Kölner Zoo auf die Welt gekommen.
Madagaskar-SpringrattenErstes Jungtier „Noely“ im Kölner Zoo geboren

Nachwuchs ist selten bei den Madagaskar-Springratten.
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Die Freude über den Nachwuchs im Kölner Zoo ist groß: Bei den stark bedrohten Madagaskar-Springratten ist erstmals ein Jungtier zur Welt gekommen. Die Geburt erfolgte laut einer Mitteilung des Zoos Ende November im Madagaskarhaus, verborgen im unterirdischen Tunnelsystem der Nager.
Fünf Wochen nach der Geburt zeigte sich das Jungtier erstmals. Die Tierpflegenden tauften es „Noely“, das madagassische Wort für„Weihnachten“. Das Geschlecht des Jungen ist noch nicht bekannt. Die Eltern „Ako“ und „MJ“ kamen 2024 aus europäischen Zoos nach Köln. Das Ziel war die Nachzucht der Madagaskar-Springratten, die vom Aussterben bedroht sind. Mit dem Jungtier ist dieses Vorhaben aufgegangen.
Mit einem Gewicht von rund 1,2 Kilo und einer Kopf-Rumpf-Länge von etwa 30 Zentimetern sind sie die größten Nagetiere, die auf Madagaskar vorkommen. Sie leben nachtaktiv in Trockenwäldern, ernähren sich überwiegend vegetarisch und bleiben ein Leben lang mit ihrem Partner zusammen. Die Weibchen bringen nur ein oder zwei Jungtiere pro Jahr auf die Welt.
Durch ihre starke Bedrohung und langsame Fortpflanzung ist der Aufbau von Haltungen in Zoos wichtig, um den Bestand der Art zu sichern und Erhaltungszuchten starten zu können. Madagaskar gehört zu den Hotspots der weltweiten Artenvielfalt. 90 Prozent der dort lebenden Wirbeltiere sind ausschließlich auf der Insel zu finden. Dieser Artenschatz ist durch den Lebensraumverlust durch Abholzung und Brandrodung bedroht. Hinzu kommen die Auswirkungen des Klimawandels und die Bejagung der Tiere durch die Bevölkerung. (glz)
