Der Kölner Zoo plant, mit zwei Millionen Euro Förderung digitale und interaktive Erlebnisse wie Apps und Hologramme anzubieten.
Millionen-FörderungKölner Zoo will digitaler werden - virtuelle Reisen, Hologramme und eine App

Die digitalen Angebote des Zoos sollen den Besuch in Zukunft noch abwechslungsreicher machen.
Copyright: Thomas Banneyer
Mit dem Fernglas in die Vergangenheit schauen, virtuell nach Asien reisen oder per App durch den Zoo navigieren. So könnte ein Besuch im Kölner Zoo schon bald aussehen. Innerhalb der nächsten drei Jahre plant der Zoo unter dem Projekt „Erlebnis Kölner Zoo“, sein Angebot digitaler, interaktiver und informativer zu gestalten. Möglich macht das ein Förderbescheid in Höhe von zwei Millionen Euro, die der Kölner Regierungspräsident Thomas Wilk den Zoo-Vorständen Theo Pagel und Christopher Landsberg am Dienstag überreichte.
Das Projekt wurde im Januar 2024 im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung „Erlebnis.NRW“ eingereicht und im Juni 2024 durch das zuständige Gutachtergremium empfohlen. Die Förderung setzt sich zusammen aus Mitteln des Fonds sowie der Kofinanzierung durch das NRW-Wirtschaftsministerium.
Geplant sind unter anderem eine kostenlose Zoo-App, mit verschiedenen Tour-Angeboten, Tipps rund um den Besuch und Informationen zu Fütterungszeiten sowie dem aktuellen Tagesprogramm. „Die App wird mehrsprachig und barrierefrei gestaltet werden“, so Christopher Landsberg. Die Tour-Angebote, die Besucher in der App finden können, sollen bei der Orientierung auf dem Gelände helfen. Ein Beispiel ist die zweistündige „Big-Five-Tour“, bei der die Besucher zu den Highlights des Zoos geführt werden. Entlang der Strecke könne sie interaktive Informations-, Spiele- und Erkundungsstationen nutzen, sowohl analog als auch digital.
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Kölner Zoo: Virtuelle Reisen in Länder mit Naturschutzprojekten des Zoos
Ihren Abschluss findet die Tour im neu geplanten Natur- und Artenschutzzentrum in den Räumen des ehemaligen Elefantenhauses. Das älteste Gebäude des Zoos soll im Rahmen des Projektes modernisiert werden. Mithilfe von virtueller Realität sollen Besucher in Zukunft virtuelle Reisen in die Länder machen können, in denen der Kölner Zoo Naturschutzprojekte unterstützt. Mit Infoscreens, Audioguides und den 360-Grad-Filmen wird ein direkter Einblick in die Artenschutzarbeit gewährleistet.
Neben den zentralen Elementen sind auch verschiedene kleinere Stationen geplant. Mit digitalen Fernrohrinstallationen sollen die historischen Geschichten der verschiedenen Gebäude dargestellt und ihre Entwicklung nachvollzogen werden können. Wer durch eines der Ferngläser schaut, wird Informationen zu den jeweiligen Gebäuden sehen. Im Elefantenhaus können die Besucher bald selber in die Rolle der Tierpfleger schlüpfen und an einem Touchscreen versuchen, eine Elefantenherde im Zaum zu halten. Außerdem ist ein Bildungs- und Erlebnisraum rund um die dinosaurierähnlichen Komodowarane geplant. Mit Hologrammen von Zoo-Biologen werden Informationen über die Echsen vermittelt.
Weiterentwicklung in kleinen Schritten
Auch im Aquarium soll es digitale Neuerungen geben. Der bereits bestehende Rheinlauf, der den Fischbestand im Rhein darstellt, soll mit interaktiven Stationen wie Touchscreens und Lichtanimationen erweitert werden. „Bei den digitalen Angeboten handelt es sich aber nicht um einen Ersatz, sondern lediglich um eine Ergänzung für das derzeitige Zooerlebnis“, betont Thomas Wilk.
Wann die ersten digitalen Neuerungen zu sehen sind, ist noch unklar. „In den nächsten drei Jahren wird in kleinen Schritten immer wieder etwas fertiggestellt werden“, erklärt Zoo-Vorstand Christopher Landsberg.