Abo

Mehr SicherheitKretzerstraße in Nippes wird ab kommenden Schuljahr zur Schulstraße

2 min
27.02.2023
Köln:
Sicher zum Unterricht - Dezernat für Mobilität startet Pilotprojekt Schulstraße in der Lindenbornstraße (Vincenz-Statz-Grundschule)
Foto: Martina Goyert

Schulstraße in der Lindenbornstraße in Ehrenfeld (Vincenz-Statz-Grundschule) im Jahr 2023. (Symbolbild)

Die Kretzerstraße wird ab September zeitweise für Autos gesperrt. Die Grundschule hatte sich lange dafür eingesetzt.

Der Stadtbezirk Nippes bekommt seine erste Schulstraßen-Regelung: Beginnend mit dem kommenden Schuljahr wird die Kretzerstraße, die als Sackgasse von der Xantener Straße abgeht, montags bis freitags außerhalb der Schulferien von 7.45 Uhr bis 8.30 Uhr und 14.45 Uhr bis 16.15 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrt. Anwohner der Straße erhalten für ihre Ein- und Ausfahrt eine Ausnahmegenehmigung.

Einstimmig beschloss die Bezirksvertretung Nippes auf ihrer Sitzung die entsprechende Vorlage aus dem Bauverwaltungsamt. Es wird die fünfte Schulstraße in Köln, neben bereits bestehenden in Ehrenfeld, Ossendorf, Brück und Höhenhaus. Zugleich mit dem Start in Nippes sollen zwei weitere Schulstraßen im Rathenauviertel der Innenstadt und in Mülheim kommen. 

Schule wünschte sich Sperrung

Die morgendliche und nachmittägliche Sperrung – die 2015 gegründete vierte Nippeser Grundschule unterrichtet im Ganztag – hatte sich die Schule lange gewünscht und war an die Bezirksvertretung Nippes herangetreten. Bereits 2023 hatte das Stadtbezirksparlament die Schulstraße an dieser Stelle beschlossen. Im Nippeser Dienstagszoch von 2024 hatte die IOGS Kretzerstraße die Forderung zu ihrem Motto gemacht.

Vor den zwei Grundschulen an der Garthestraße in Riehl ist seit vielen Jahren während des Schulbetriebs der Bereich vor dem gemeinsamen Schulgebäude abgepollert; diese Lösung läuft jedoch nicht unter dem Schulstraßen-Konzept und betrifft keine Anwohner direkt. Auch weitere Schulen, wie die Nippeser Mathilde-von-Mevissen-Schule und die Montessori-Grundschule Friedrich-Karl-Straße, wünschen sich Schulstraßen vor ihren Geländen.

Anwohnerregelung stellte alle zufrieden

Hintergrund der Forderungen an der Kretzerstraße sind die mitunter gefährlichen Situationen vor der Schule, wenn Eltern ihre Kinder mit dem Auto bringen. Die ohnehin beengten Verhältnisse auf der Straße und die Sackgassen-Situation, die zu Wendemanövern führt, verschärfen die Lage zusätzlich. Anders als 2023 gab es diesmal ein einstimmiges Votum. „Es gab zunächst Fragen rund um das Einfahrverbot, diese haben sich inzwischen geklärt“, so SPD-Fraktionschef Ulrich Müller. Mit der Aufnahme der Ausnahmegenehmigung für Anwohner trage man die Schulstraße mit.

„Als Schule der Bildung für nachhaltige Entwicklung sind wir schon lange interessiert an einer solchen Regelung“, resümiert Schulleiterin Dorothee Maas-Hitzke. „Besonders froh sind wir, dass die Initiative hierfür von der Schulgemeinschaft ausgegangen ist.“ Dringend gewünscht seien nun noch Fahrradständer vor dem Gebäude. „Hierfür sind wir seit Längerem im Dialog mit der Stadt.“ Voraussichtlich am 7. September werde die Schulstraße feierlich eröffnet.