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NS-Dokumentationszentrum Dr. Henning Borggräfe übernimmt Leitung in Köln

Dr. Henning Borggräfe übernimmt die Leitung des NS-DOK.

Dr. Henning Borggräfe übernimmt die Leitung des NS-DOK.

Köln – Dr. Henning Borggräfe (40) wird der neue Direktor des NS-Dokumentationszentrums im EL-DE-Haus. Borggräfe verfügt über eine langjährige Forschungs- sowie Publikationserfahrung und fundierte Kenntnisse in der Konzeption digitaler Formate. Er wird voraussichtlich zum 1. November starten. Burggräfe folgt auf Werner Jung, der das NS-DOK über 35 Jahre im NS-DOK arbeitete und es seit 2002 leitete. Jung ging vor rund einem Jahr in den Ruhestand.

Wegen der langen Vakanz und einer vorerst unklaren Positionierung der Stadtverwaltung zu der Wiederbesetzung, wurde Kritik laut. Der Verdacht kam auf, das Kulturdezernat plane mit einem Generaldirektor für die historischen Museen der Stadt. Schließlich gab es aber ein klares Bekenntnis zu der Eigenständigkeit des NS-DOK. Die Direktorenstelle wurde ausgeschrieben.

Forschung über die Gesellschaft im Nationalsozialismus

Borggräfe ist gebürtiger Nordrhein-Westfale. Er arbeitete unter anderem als Abteilungsleiter für Forschung und Bildung bei den Arolsen Archives tätig. Dabei handelt es sich um eine von den Alliierten als Suchdienst gegründete internationale Einrichtung mit der weltweit größten Sammlung zu Opfern und Überlebenden der nationalsozialistischen Verbrechen. Borggräfe hat die Umgestaltung zu einem offenen Erinnerungs- und Informationszentrum mitverantwortet.

Der Zeithistoriker promovierte an der Ruhr Universität Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Gesellschaft im Nationalsozialismus, sowie die damals begangenen Verbrechen.

„Großer Schatz an Quellen und Wissen“

Borggräfe zu seiner neuen Aufgabe: „Das NS-DOK ist ein großer Schatz an Quellen und Wissen und bietet die exzellente Möglichkeit, einen Erinnerungs- und Lernort fortzuentwickeln, der in der Stadt Köln einen wichtigen Platz einnimmt, aber ebenso überregional sowie international große Strahlkraft entfaltet.“

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Werner Jung zu der Personalie: „Henning Borggräfe ist eine sehr gute Wahl für die Position des Direktors des NS-DOK. Schon im Juli 2021 beim damaligen Bewerbungsverfahren zählte er für mich zu den zwei Personen, die für das Auswahlgespräch bei der Oberbürgermeisterin vorgeschlagen werden sollten. Doch das Verfahren wurde nicht zu Ende geführt, da ein weiteres folgte. Hätte mein damaliger Vorschlag eine Rolle gespielt, wäre der Stadt und dem NS-DOK eine quälende Zeit von über einem Jahr erspart geblieben.“