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OB Reker nennt TerminNord-Süd-Stadtbahn in Köln soll ab 2027 fahren

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Die Einsturzstelle am Waidmarkt in Köln

Köln – Die Nord-Süd-Stadtbahn soll am Waidmarkt möglichst 2027 ins Rollen kommen. Der Termin ist jedoch bislang bloß eine Hoffnung von OB Henriette Reker. Sie nannte ihn anlässlich des bevorstehenden zehnten Jahresstag zum Einsturz des Stadtarchivs am 3. März 2009. Der Termin deckt sich mit einer zweieinhalbjährigen Sanierung der beschädigten Baugrube für ein Gleiswechselbauwerk der Kölner Verkehrs-Betriebe am Waidmarkt sowie einer fünfjährigen Bauzeit, um die Nord-Süd-Stadtbahn so herzustellen, wie sie sein sollte. Eigentlich war geplant, dass die Bahn 2011 in Betrieb sein sollte. Doch dann geschah das Unglück, das – wie zwei Strafgerichtsverfahren ergaben – auf einen Baufehler zurückzuführen ist.

Die Stadt bekräftigte auch gestern, dass sie versuchen will, zivilrechtlich den ihr entstandenen und bislang bloß grob kalkulierten Schaden von 1,3 Milliarden Euro von den Baufirmen zurückzuholen. Sie will – je nach den Argumenten der Baufirmen – auch prüfen, ob sie einen Kompromiss eingehen sollte, um ein Gerichtsverfahren zu vermeiden.

Weitere Verzögerungen durch neue Beweisanträge vor Gericht könnten die derzeitige Zeitplanung für Sanierung, Weiterbau und Inbetriebnahme jedoch schnell über den Haufen werfen. Ein Trost: Die derzeitige Bodenerkundung durch einen Gutachter in 30 Metern Tiefe an der Unglücksstelle soll laut Stadtdirektor Stephan Keller im Herbst abgeschlossen sein und die Sanierung nicht weiter verzögern. Der Rat soll im April über zwei Sanierungsvarianten entscheiden.