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PhantombildKölner Polizei forciert Fahndung nach Brandstiftung am Jüdischen Friedhof

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Köln – Nach der Brandattacke am Jüdischen Friedhof in Vogelsang am vergangenen Mittwochabend forciert die Polizei ihre Fahndung. Die Ermittler veröffentlichten ein Phantombild des mutmaßlichen Täters.

Mit diesem Phantombild wird der Brandstifter gesucht.

Wie die Behörden mitteilten, rief der Mann antisemitische Parolen; außerdem soll sich der Verdächtige antiamerikanisch geäußert haben. Was der Mann genau gesagt hat, wollen die Ermittler nicht sagen und sprechen von „Täterwissen“, die die Fahnder von dem Beschuldigten bei einem Verhör hören wollen.

Molotow-Cocktail gezündet

Der gesuchte Mann soll eine Art Molotow-Cocktail an der Außenmauer des Waschhauses angezündet haben. Am Tatort wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Benzin-Öl-Gemisch sichergestellt. Die Brandattacke ging nur deswegen vermutlich glimpflich aus, weil Zeugen ganz in der Nähe waren und einen großen Ausbruch des Feuers verhindern konnten. Es blieb bei einer Verrußung der Außenwand des Waschhauses des jüdischen Friedhofes auf einer Fläche von vier Quadratmetern. Als die Zeugen den Mann ansprachen, äußerte er die antisemitischen Parolen. Insgesamt machte der Brandstifter auf die Zeugen einen „sehr verwirrten Eindruck“, wie ein Polizeisprecher sagte. Nach der Tat ging der Mann zu Fuß vom Friedhof weg. Eine Fahndung blieb zunächst erfolglos.

Wer kennt diesen Mann?

Der Gesuchte, der einen dunklen, kurzen Bart tragen soll, wird als etwa 1,90 Meter groß und dünn beschrieben. Er soll mit dunkelgrüner Wollmütze, dunklem Oberteil mit langen Ärmeln sowie dunkler, löchriger Jeans bekleidet gewesen sein. Außerdem soll der Mann einen etwa 60 Zentimeter hohen Rucksack bei sich getragen haben. Nach dem äußeren Erscheinungsbild wird der Verdächtige dem Obdachlosenmilieu zugeordnet. Ob der Mann tatsächlich obdachlos ist, ist allerdings weiter unklar. Eine zehnköpfige Ermittlungskommission bei der Kölner Polizei soll die Tat aufklären. Polizisten stellten am Brandort Reste eines Glasbehältnisses sicher, die nun kriminaltechnisch auf mögliche Spuren untersucht. Hinweise erbittet die Kripo unter Rufnummer 0221/229-0.