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Pink Panther Prozess in KölnGericht verhängt Beugehaft gegen Zeugen

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05.07.2022, Nordrhein-Westfalen, Köln: Der Angeklagte wird in den Gerichtsaal geführt. Der 34-Jährige soll an insgesamt drei Überfällen in Köln und Baden-Württemberg mit einer Gesamtbeute von mehr als 700 000 Euro beteiligt gewesen sein.

Der Angeklagte wird in den Gerichtsaal geführt. Der 34-Jährige soll an insgesamt drei Überfällen in Köln und Baden-Württemberg beteiligt gewesen sein. 

Nachdem der 41-Jährige erneut nicht vor Gericht erscheinen wollte, erhöhte das Gericht die Beugehaft auf sechs Monate. Vor einer Woche erst legte er einen rotzfrechen Auftritt hin.

Im Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied (34) der international operierenden Juwelenräuberbande „Pink Panther“ ist ein Zeuge (41) mit einer halbjährigen Beugehaft belegt worden, wie die Rundschau aus Justizkreisen erfuhr.

Zunächst hatte die 17. Große Strafkammer unter Vorsitz von Harald Helmes eine 14-tägige Beugehaft gegen den 41-Jährigen verhängt Der Mann hatte sich vor zwei Wochen rechtswidrig geweigert in dem Prozess auszusagen. Eigentlich hätte der Mann am Dienstag erneut vor Gericht erschienen sollen, doch der Mann ließ das Gericht wissen, dass er nichts sagen werde. Daraufhin erhöhte das Gericht die Beugehaft auf das zulässige Maximum von sechs Monaten. Mit der Erhöhung verbunden war die Feststellung des Gerichts, dass die Maßnahme sofort unterbrochen werde, sollte es sich der 41-Jährige anders überlegen und doch aussagen wollen.

In Erinnerung bleiben wird der amüsante bis rotzfreche Auftritt des 41-Jährigen als Zeuge vor zwei Wochen bleiben: Unter seinem Sakko hatte der 41-Jährige ein „Rosaroter Panther“-T-Shirt getragen. Ein Umstand, bei dem selbst die Sitzungsvertreterin der Staatsanwaltschaft sich ein Lachen nicht hatte verkneifen können.

Der 34-Jährige ist vor dem Landgericht unter anderem wegen eines Raubüberfalls auf einen Werttransport im baden-württembergischen Esslingen im Oktober 2016 angeklagt. Dabei hatten drei Täter Schmuck, Schmuckteile und Edelmetalle im Wert von 600000 Euro erbeutet und einen Wertboten niedergeschlagen. Ausweislich eines Urteils des Landgerichts war der schweigende 41-Jährige an dem Raubüberfall beteiligt. Dafür war er 2017 zu zahn Jahren Haft verurteilt worden. (bks)