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Planschemalöör bewerben sich„Wollen den ESC in die Lanxess-Arena holen“

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Geben alles für den Eurovision Songcontest: Planschemalöör sind eine Runde weiter. 

Köln – Mit ihrem Song „Don’t kill my vibe“ hat die Kölner Band Planschemalöör sich für den Eurovision Songcontest (ESC) 2022 beworben. In die Top 20 sind sie damit schon gekommen. Heute gibt die Jury bekannt, wer eine Runde weiter ist. Das Lied feierte gestern Premiere. Kaja Hempel hat mit Gitarrist Pierre Pihl Grönlund gesprochen.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, euch beim ESC zu bewerben?

Schwer zu sagen, wie genau das passiert ist. Ich muss mich als ESC-Fan outen. Ich gucke das schon immer gerne. Da kam dann die Idee auf, dass wir da gut reinpassen. Daraufhin haben wir mit einigen Leuten gesprochen. Wir haben uns auch schon letztes Jahr beworben, aber das war sehr spontan und hat dann auch nicht geklappt. Jetzt haben wir es aber geschafft unter die Top 20 zu kommen und haben auch schon in Berlin vorgespielt. Dafür haben wir auch extra den eigenen Song geschrieben. Wir freuen uns, egal, wie es ausgeht. Das war einfach eine mega Erfahrung, denn als Kölner Band dachten wir, wir hätten eh keine Chance.

Wie war es, in Berlin vor der Jury zu stehen?

Da gab es einige Ups and Downs. Beim Soundcheck für das Vorspiel wurden wir positiv getestet, obwohl wir uns vor der Abfahrt in Köln schon PCR getestet hatten und alle negativ waren. Also haben wir dann ein Video im Hotel gedreht, jeder von seinem Zimmer aus. Aber am Morgen darauf haben wir dann nochmal Express-PCR-Tests gemacht, die waren dann negativ und so konnten wir doch noch vor der Jury vorspielen. Das war ja schon im Januar, da haben wir erst gedacht: Das Jahr wird noch schlimmer, aber dann war es wie im Film und hat noch ein gutes Ende genommen. Und wir haben auch das Gefühl, dort alles richtig gemacht zu haben. Normalerweise sind wir sehr selbstkritisch, aber wir haben einfach alles gegeben.

Was glaubt ihr, wie wird euer Bandname international ankommen?

Dazu haben wir uns noch keine Gedanken gemacht. Wir hören ja hier auch schon immer viele Versionen wie etwa Planschmajör. Aber es ist natürlich spannend, wie vielleicht ein spanischer Juror unseren Namen aussprechen wird (lacht). Aber generell sind wir da sehr gelassen und können auch darüber lachen.

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Der Song hat einen englischen Titel, warum?

Wir haben einen deutschen Text und eine englische Zeile. Wir habe lange überlegt, ob wir eine kölsche Nummer abgeben, aber haben uns dagegen entschieden, weil wir ganz Deutschland repräsentieren wollen. Der Text ist eben auf Hochdeutsch, weil man in der Musik immer ausdrückt, wie man denkt. Und das ist bei uns eben auf Deutsch. Die englische Zeile war aber das Erste, was da war, und darauf basiert der Song. Er drückt aus, dass wir keine Lust mehr auf negative Energie wegen der Pandemie haben. Eigentlich war die englische Zeile nur als Platzhalter gedacht, aber wir fanden dann am Ende doch, dass eine deutsche Übersetzung des Titels das Gefühl des Songs nicht so gut ausdrückt.

Wollt ihr mit dem ESC raus aus dem Karneval?

Nein, gar nicht. Unser Ziel ist es, den ESC in die Lanxess-Arena nach Köln zu holen, wenn wir gewinnen. Wie gesagt, wir wollen zwar Deutschland repräsentieren, aber auch Köln. Denn hier schlägt unser Herz. Der ESC und Karneval haben auch einige Überschneidungen, wie etwa das Bunte und Kultur zu feiern. Also ganz im Gegenteil, wir möchten das Kölsche gerne in die Welt tragen.

Was erhofft ihr euch von der Teilnahme am ESC?

Wir sind einfach für jeden Spaß zu haben und stehen voll dahinter. Deswegen haben wir auch öffentlich gemacht, dass wir uns beworben haben. Wenn es klappt, dann ist das natürlich supergeil und wenn nicht, dann versuchen wir es nächstes Jahr wieder. Wir haben keine Angst uns zu blamieren. Als Band wie auch als Mensch gibt es Erfolge und Niederlagen. Daraus muss man gestärkt hervorgehen und wir sind ja auch schon bis nach Berlin gekommen. Und wenn wir weiterkommen, schrei ich das ganze Haus zusammen (lacht). Aber so oder so hat es uns als Band einfach gutgetan das zu machen, wo durch die Pandemie ja schon so viel weggefallen ist. Andererseits muss ich natürlich auch sagen, dass, wenn der Karneval stattgefunden hätte, wir das gar nicht gestemmt bekommen hätten. Denn da steckt schon viel Vorbereitungszeit und Arbeit hinter. Wir sind sehr gespannt.