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Namenswettbewerb für HirschAuf Gut Leidenhausen lebt eine neue Rotwild-Herde – Nachwuchs erwartet

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Neue Gruppe von Rotwild auf Gut Leidenhausen

Ein imposanter Hirsch und fünf weibliche Tiere, von denen hoffentlich bald Nachwuchs zu erwarten ist, sind im Wildgehege auf Gut Leidenhausen eingezogen. Noch sind die eindrucksvollen Tiere etwas scheu, dürften sich aber schnell einleben, wie Förster Jörn Anlauf sagt.

Auf Gut Leidenhausen lebt sich eine neue Rotwild-Herde ein – und die Verantwortlichen hoffen bereits auf baldigen Nachwuchs.

Mit wachem Blick stehen sie im Gehölz am Rand des Geheges, noch vorsichtig, aber bereits sichtbar angekommen: Im Wildgehege auf Gut Leidenhausen ist eine neue Herde Rotwild eingezogen. Fünf Hirschkühe und ein kräftiger Hirsch stammen aus unterschiedlichen Gehegen im Westerwald und bilden eine neue Gemeinschaft am Rande der Wahner Heide. Sie ersetzen eine Rotwild-Gruppe, die wegen Überalterung und Degenerationserscheinungen Ende vorigen Jahres entnommen wurde.

Rothirsche sind ausgeprägte Rudeltiere. Die Vergesellschaftung des Kahlwildes und des Hirsches aus unterschiedlichen Gehegen verlief deshalb reibungslos. Weil die Hirschkühe im vorigen Herbst an einer Brunft teilgenommen haben, ist es wahrscheinlich, dass schon bald Nachwuchs das Gehege belebt. Noch ist die kleine Herde etwas heimlich und tritt vorwiegend im Schutz der Dunkelheit aus der Deckung. Jörn Anlauf, Förster im städtischen Forstbetriebsbezirk rechtsrheinisch mit Sitz auf Gut Leidenhausen, erwartet aber, dass sich die Scheu bald gibt. Dann können Besucherinnen und Besucher das Wild auch aus der Nähe auf der Wiese oder beim Äsen an der Futterraufe sehen. Vor allem der Hirsch, der erst zwei Jahre alt ist, aber schon ein mächtiges Geweih trägt, ist von imposanter Größe.

Nicht zufällig wurde der Rothirsch 2026 zum Wildtier des Jahres ernannt. Die Auszeichnung lenkt den Blick auf die ökologische Bedeutung der Art und auf ihre Probleme. Zerschnittene Lebensräume, zunehmender Verkehr und Störungen durch Freizeitnutzung setzen den Tieren zu. Als sogenannte Schirmart steht der Rothirsch stellvertretend für zahlreiche weitere Arten, die auf große, zusammenhängende Lebensräume angewiesen sind. Wo der Hirsch Platz findet, profitieren auch andere.

Gut Leidenhausen ist seit Jahren ein Ort vielseitiger Umweltbildung. Bei kostenfreien Führungen rund um das Wildgehege vermitteln Umweltbildnerinnen und -bildner sowie zahlreiche ehrenamtlich arbeitende Naturbegeisterte unter anderem Wissen über Rothirsche, Wildschweine, Greifvögel und weitere tierische Bewohner – anschaulich, familienfreundlich und direkt vor Ort.

Namenssuche für neuen Hirsch gestartet

Passend zum Einzug der neuen Rotwild-Gruppe ruft das Umweltbildungszentrum die Kölnerinnen und Kölner zu einem Namenswettbewerb auf. Gesucht wird ein Name für den neuen Hirsch, der einprägsam ist und Charakter zeigt. Vorschläge können bis zum 28. Februar 2026 per E-Mail mit dem Betreff „Namenswettbewerb Rothirsch“ eingereicht werden. Als Preis lockt ein besonderes Naturerlebnis: die kostenlose Teilnahme an einer Tagesexkursion zur Rothirschbrunft in der Eifel im Oktober 2026.