Abo

Nach AbrissGAG-Neubau am ehemaligen Porzer Sonnenhaus soll optisch an Jugendstil erinnern

2 min
Das inzwischen abgerissene Sonnenhaus in Porz. (Archivbild)

Das inzwischen abgerissene Sonnenhaus in Porz. (Archivbild)

Das Unternehmen stellt seine Pläne vor und kündigt nach vorliegender Förderzusage den Beginn der Arbeiten im Oktober dieses Jahres an.

Die Baulücke an der Ecke Poststraße/Hauptstraße, wo bis Ende April das viel diskutierte sogenannte Sonnenhaus stand, wird voraussichtlich von Oktober an neu bebaut. Die GAG Immobilien AG kündigt an, nach Vorliegen der Förderzusage könnten die vorbereitenden Arbeiten beginnen. Erstellt wird ein Neubau, der in Form und Fassadenwirkung optisch an das Jugendstilgebäude erinnern soll. Im Eckhaus entstehen drei öffentlich geförderte Wohnungen und eine kleine Gewerbeeinheit. In der zweiten Jahreshälfte 2028 sei die Fertigstellung geplant, teilt Pressesprecher Jörg Fleischer mit.

Jugendstilhaus soll historisch nachempfunden neu entstehen

Ende 2019 hatte das Unternehmen ein großes Gesamtgrundstück im Bereich Hauptstraße/Poststraße von der Stadt erworben. Dazu gehörte auch das Jugendstil-Eckhaus, das ursprünglichen Plänen zufolge in die Entwicklung des Umfelds einbezogen werden sollte. Weil die vollständige Wiederherstellung des seit Jahrzehnten leerstehenden und inzwischen maroden Gebäudes nicht möglich schien, wurde in Aussicht genommen, die Fassaden zu erhalten und dahinter neu zu bauen.

Visualisierung Neubau Porz, Hauptstraße Ecke Poststraße. Ehemaliges Sonnenhaus.

Visualisierung des Neubaus in Porz, an der Hauptstraße Ecke Poststraße.

Doch als die Neubebauung des übrigen Grundstücks mit rund 76 öffentlich geförderten Wohnungen 2023 abgeschlossen wurde, ergaben Untersuchungen der alten Bausubstanz so gravierende Schäden, dass die GAG Anfang 2024 eine denkmalgerechte Sanierung der Fassaden für wirtschaftlich nicht mehr tragbar erklärte. Stattdessen sollte ein Neubau in historischer Anmutung und mit nahezu identischem Bauvolumen angestrebt werden.

Es dauerte lange, bis die Löschung des alten Jugendstilhauses aus der Denkmalliste erfolgte und damit der Abbruch des Hauses möglich wurde. Das jetzt entstehende neue Gebäude erinnert an den Vorgängerbau und soll nach dem Wunsch der GAG eine attraktive Landmarke an hervorgehobener Stelle im Stadtteil werden. GAG-Vorstand Christian Eiff sagt dazu: „Damit setzen wir ein wichtiges städtebauliches Signal. An dieser viel diskutierten Stelle entsteht eine neue, tragfähige Perspektive für die weitere Entwicklung im Porzer Zentrum.“