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Porzer Politiker uneinsWie viele freie Flächen dürfen noch bebaut werden?

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Köln-Porz – Im Jahr 2018 war es, als ein Teil der Ufermauer an dem Groov-Teich mit der Wasserfontäne auf Höhe des Teehauses durch Hochwasser eingebrochen ist. Jetzt soll der Abschnitt saniert werden. In der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung Porz am heutigen Donnerstag, 9. Juni, soll das Bezirksgremium über eine entsprechende Verwaltungsvorlage abstimmen. Die sieht vor, dass die Ufermauer für rund 560.000 Euro saniert wird. Eine Alternative sieht die Verwaltung hierbei nicht, „da die Sanierung zur dauerhaften Aufrechterhaltung der Verkehrssicherung für das Naherholungsgebiets Groov erforderlich ist“.

Plan listet bedeutsame Grünzüge und Freiflächen auf

Für die Sanierung hatte die Verwaltung drei Varianten untersucht. Nun ist vorgesehen, eine Stahlbetonmauer auf einem flach gegründetem Betonfundament zu errichten. Diese Stahlbetonkonstruktion soll mit einem Natursteinmauerwerk verblendet und somit in den angrenzenden Bestand eingepasst werden. Die Verwaltung rechnet mit einer Bauzeit von rund 20 Wochen. Begonnen werden soll mit den Arbeiten im ersten Quartal des kommenden Jahres.

Ebenfalls auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung Porz steht die Neuaufstellung des Regionalplans. In dem werden regional bedeutsamen Grünzüge und Freiflächen genauso festgesetzt wie künftige Siedlungsbereiche. Die SPD übt schon im Vorfeld der Sitzung Kritik. Die Sozialdemokraten sehen bisher zu wenig Flächen für Wohnen, Schulen und Gewerbe ausgewiesen als für den prognostizierten Bevölkerungszuwachs auf Kölner Stadtgebiet notwendig wären, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wir brauchen dringend mehr Platz für Wohnraum, aber auch für Schulen, Sportanlagen und nicht zuletzt für Gewerbebetriebe. Köln soll nachhaltig wachsen können.

Beschluss mit langfristigen Auswirkungen

Dafür ist der Regionalplan die Grundlage“, so SPD-Fraktionschef Simon Bujanowski. Ebenfalls kritisiert die SPD-Fraktion fehlende Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am öffentlichen Prozess.

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„Kommunikation ist der Schlüssel, gerade bei einem Beschluss mit so langfristigen Auswirkungen. Wir fordern nach wie vor, dass die Stadt die Beteiligungsmöglichkeiten deutlich macht, auf Augenhöhe kommuniziert und nicht die Menschen in Porz und in Köln einfach vergisst“, so der stellvertretende Bezirksbürgermeister Lutz Tempel. Die Grünen hingegen finden, dass bestimmte im Regionalplan aufgeführte Flächen nicht als Siedlungsfläche geeignet seien. „Die umfassenden entsprechenden Umweltprüfungen lassen im Rahmen des notwendigen Klimaschutzes keine Bebauungen als Siedlungsflächen zu“, heißt es in einem Änderungsantrag, den die Grünen einbringen wollen. Eine Umnutzung von landwirtschaftlichen Flächen in Siedlungs- oder Gewerbebereiche sei äußerst kritisch zu sehen.

Verlängerung der Linie 7

Die CDU wird in die Sitzung am Donnerstag einen Antrag einbringen, dass die Zufahrt zur Marktstraße an der Zündorfer Groov eingeschränkt wird. Es soll sichergestellt werden, dass die Marktstraße nur von Anwohnerinnen und Anwohner, Rettungsfahrzeuge und Lieferverkehr für die Gastronomie angefahren wird. Ebenfalls diskutieren die Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker über die Verlängerung der Linie 7, Stromtankstellen für Gut Leidenhausen, Verbesserung der Einzelhandelsanbindung in Poll sowie die Einrichtung eines Kulturbeirates der Bezirksvertretung Porz.