Köln – Die Richter haben entschieden: Der Geiselnehmer (55) vom Kölner Hauptbahnhof wird aus der Untersuchungshaft entlassen und wird sechs Monate in einer Spezialklinik versorgt. Nach der sechsmonatigen Behandlung in einem neurologischen Krankenhaus wird erneut über eine Haft entschieden, teilten die Richter weiter mit.
Die Ärzte halten es für möglich, dass der Geiselnehmer trotz seiner schwersten Kopfverletzungen verhandlungsfähig sein könnte. Dies teilte das Oberlandesgericht am Donnerstagnachmittag mit.
Eine Gefahr für die Öffentlichkeit sieht die zuständige Kammer nicht. Es ist beabsichtigt, den Geiselnehmer unverzüglich in eine Spezialklinik zu bringen. Bei der Geiselnahme und Brandstiftung im Hauptbahnhof wurden im Herbst 2018 mehrere Menschen verletzt. Derzeit ist der Mann im Justizkrankenhaus Fröndenberg untergebracht.
