Anwohner fordern seit sechs Jahren Maßnahmen auf der Sürther Straße. Nun kommt eine provisorische Querungshilfe für mehr Verkehrssicherheit.
Mehr SicherheitSürther Straße – Verwaltung kündigt Provisorium zur Verkehrsberuhigung an

Auf Höhe des Friedhofs soll die Sürther Straße eine provisorische Querungshilfe erhalten.
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Die Rodenkirchener Stadtteilpolitiker pochen seit nunmehr sechs Jahren auf kurzfristige Lösungen an der Sürther Straße. Zwischenzeitlich nimmt der Verkehr an der breiten Straße stetig zu, die Diakonie Michaelshoven hat hier Wohnhäuser errichtet, gegenüber sind Schulen, Erweiterungsbauten, Provisorien, die Feuerwehr und Wohnungen hinzugekommen. „Wer hier die Straße zum Friedhof überqueren will, begibt sich in Lebensgefahr“, berichten seit Jahren mehrheitlich besorgte Anwohner. Neben dem Friedhof liegt auch die KVB-Bushaltestelle der Linie 130.
„Die gefahrene Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde wird hier regelmäßig überschritten, insbesondere, seitdem der Kreisverkehr an der Grüngürtelstraße fertiggestellt wurde. Mit zu hohen Geschwindigkeiten sind natürlich höherer Verkehrslärm und Unfallgefährdung verbunden. Die Querung der Straße ist auch nicht einfacher geworden“, fasst Barbara Schneider die Situation zusammen.
Straßenumbau verzögert sich – erst provisorische Lösung
Die Anwohnerin hofft seit Jahren auf den angekündigten Straßenumbau. 2020 hatte die Verwaltung angekündigt, dass die Straße 2022 komplett neu gestaltet, primär verschmälert werden soll. Eine „einfache, schnelle“ Lösung wurde damals vom Amt für Straßen- und Verkehrsentwicklung mit Skepsis betrachtet. Als Grund wurden die besagte Breite der Straße und der Komplettumbau genannt. Jetzt soll zumindest in diesem Jahr eine „provisorische Querungshilfe“ kommen. Das teilt die Verwaltung auf Anfrage mit.
Die Querung ist auch in der aktuellen Sachstandsmitteilung zu den im Bezirk Rodenkirchen priorisierten Straßenbaumaßnahmen aufgelistet. Danach sollte die Umsetzung eigentlich im dritten Quartal dieses Jahres erfolgen. „Die Planfertigstellung und die internen Abstimmungen haben länger gedauert, als zu Jahresbeginn vermutet. Der Plan liegt derzeit bei der Straßenverkehrsbehörde zur Anordnung. Im Anschluss erfolgen die Übergabe an die Bauausführung und die bauvorbereitenden Arbeiten. Zurzeit ist davon auszugehen, dass diese Schritte im dritten Quartal erfolgen werden. Der Ausbau wird voraussichtlich im vierten Quartal 2026 erfolgen“, heißt es auf Anfrage.
Die provisorische Querungshilfe soll zwischen der Hausnummer 150 auf der Sürther Straße und dem Eingang zum Friedhof errichtet werden. Provisorisch, weil es sich um eine Vorabmaßnahme handelt, die mit Klebeborden errichtet wird. „Hierbei handelt es sich um eine schnelle und kostengünstige Lösung, um kurzfristig eine Verbesserung für querende zu Fuß Gehende zu erreichen“, erklärt eine städtische Sprecherin.
Die Stadt hält am Plan fest, die Sürther Straße neu zu gestalten. „Die Neugestaltung ist aktuell noch in der Planungsphase und abhängig von dem Abschluss des erforderlichen Grunderwerbs.“ Abhängig von der Witterung rechnet die Verwaltung für die provisorische Baumaßnahme mit drei Wochen Bauzeit, die rund 40.000 Euro kosten wird.
