Mehr Möglichkeiten für die öffentliche Nutzung des Rodenkirchenbads fordern die Lokalpolitiker in Rodenkirchen. Ein Fachgespräch soll helfen.
Sport im Kölner SüdenRodenkirchenbad hat nur an zwei Tagen geöffnet

Das Rodenkirchenbad ist keine Alternative für das derzeitig geschlossene Agrippabad.
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Schon öfter wurde das Thema „ Öffnungszeiten des Rodenkirchenbads“ in der Bezirksvertretung behandelt. Es geht darum, dass das Bad häufig zugunsten des Vereinssports für normale Bürger geschlossen ist. Jetzt soll ein Fachgespräch mit den Kölnbädern, dem Amt für Schulentwicklung und dem Sportamt geführt werden. Die Kölnbäder hatten zwar zwischenzeitlich auf eine Anfrage der Fraktionen geantwortet, allerdings forderten die Christdemokraten danach detailliertere Auskünfte. Da macht ein Gespräch mehr Sinn, so der Konsens.
Agrippabad in der Kölner City ist seit Januar geschlossen
Nachdem im Dezember letzten Jahres bekannt wurde, dass der Sanierungsbedarf des Agrippabads größer ist als ursprünglich angenommen, wollten die Antragsteller eigentlich dafür plädieren, die Öffnungszeiten des Rodenkirchenbads auszuweiten. Das Agrippabad ist seit dem 1. Januar geschlossen. Mit 418.350 Nutzenden im Geschäftsbericht 2024 liegt es auf Rang zwei der meist genutzten, städtischen Bäder, hinter dem Hallenbad Lentpark. Die Schulen und Vereine wurden bereits, nach Angaben der Kölnbäder, vorrangig auf das Zollstockbad und das Lentbad verteilt. Es sei auch schon festzustellen, dass sich die Agrippabadnutzer wohnortnah in die entsprechenden Bäder verteilen, heißt es. Die steigenden Auslastungen werden auch im Höhenbergbad, im Ossendorfbad und im Stadionbad verzeichnet.
Dass es zu Einschränkungen in Rodenkirchen kommt, sehen die Betreiber anders, obwohl hier nur eingeschränkt, an Dienstagen und Freitagen, das Bad für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Auf den Vorschlag, die personellen Ressourcen des Agrippabads, die dort derzeit nicht benötigt werden, in Rodenkirchen zu nutzen, wird in der Stellungnahme nicht eingegangen. Das Rodenkirchenbad liege zu weit weg, heißt es lediglich. „Eine Nutzung anderer Bäder ist räumlich nicht zumutbar.“ Weder die Aufenthaltsqualität oder das Angebot seien vergleichbar, noch gäbe es Kapazitäten für eine weitere Öffnung. Nach dem Belegungsplan ist das Rodenkirchenbad am Montag, Mittwoch und Donnerstag ganztägig bis 21.30 Uhr und Samstag von 8.30 bis 16 Uhr durchgehend von Schulen und Vereinen genutzt. Am Sonntag finden zwischen 12 und 16 Uhr Kurse statt. Es gäbe Kapazitäten für einen normalen, öffentlichen Badebetrieb am Wochenende. Diese Möglichkeit soll jetzt mit der Ergänzung beantwortet werden. Außerdem steht die Aufforderung im Raum, detailliert die Nutzung durch Schulen, Vereine und andere Nutzende zu erklären. Eine bisher vorliegende Tabelle gibt darüber keinen Aufschluss.
