Urnenbestattung in KölnWarum sich die Kolumbarien in Weiß und auf dem Melaten-Friedhof verzögern

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Ein Baugerüst steht um eine Halle.

Die Arbeiten an der alten Trauerhalle in Weiß verzögern sich.

Sowohl auf dem Melaten-Friedhof als auch auf dem Friedhof in Weiß sollen Kolumbarien entstehen, in denen Urnen bestattet werden können. Eine Neuerung für Köln.

Die Arbeiten an der Trauerhalle in Weiß verzögern sich. Das kleine Gebäude aus dem Jahre 1955 wird für rund 600.000 Euro saniert und in ein Kolumbarium umgewandelt, in dem insgesamt 224 Urnen aufbewahrt werden können. Das hatte der Rat im Sommer letzten Jahres so beschlossen. Die neue Bestattungsmöglichkeit soll auch in der alten Trauerhalle auf Melaten zukünftig möglich sein, die ebenfalls saniert werden soll.

Bau der Kölner Kolumbarien verzögert sich

Im Sommer letzten Jahres war Peter Figgen vom städtischen Grünflächenamt zu Gast in der Bezirksvertretung in Rodenkirchen und konstatierte, dass die Umwandlung der alten Trauerhalle Anfang diesen Jahres abgeschlossen ist. Nach dem neuesten Sachstand der Stadt ist jetzt nur noch „mit der Instandsetzung der Gebäudehülle“ noch in diesem Quartal zu rechnen. Der Ausbau zum Kolumbarium dauere dann noch ein weiteres Quartal, teilt die Stadt mit.

Pandemiebedingte Verzögerungen, Folgeverzögerungen im Bauablauf und Verzögerungen durch höhere Gewalt führten zu dem verspäteten Fertigstellungstermin. In dem Fall seien auch ämterübergreifende Detailentscheidungen zu den „Kolumbariumschränken“ noch nicht abgeschlossen.

Friedhofsgebühren: So viel soll die neue Bestattungsform kosten

Auch auf dem Melaten-Friedhof wird die Trauerhalle saniert. Die Halle auf dem mehr als 200 Jahre alten Zentralfriedhof wurde 1881 in neoromanischen Formen errichtet, 1916 erweitert und steht unter Denkmalschutz. Bei der Sanierung der Gebäudehülle wird unter anderem die historische Dachform wiederhergestellt sowie die Fassade, Fenster- und Türanlagen instand gesetzt.

Durch eine Entkernung entsteht im 97 Quadratmeter großen Innenraum eine große Halle. Die Kosten betragen nach der aktuellen Berechnung rund 2,3 Millionen Euro brutto. Nach Angaben der Stadt ist hier mit der Umwandlung in ein Kolumbarium nach Abschluss der Sanierung im dritten Quartal, Ende des Jahres zu rechnen.

Die Umwidmung in Weiß steht bereits seit 2002 im Raum, als die Dorfgemeinschaft sich entschied, eine größere Trauerhalle aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Für die neue Bestattung muss auch die Friedhofsgebührensatzung in ihrer Fassung vom 14. Februar 2013 angepasst werden.

Der Rat hat die Änderung Mitte Mai jetzt in Zahlen gegossen. Eine Urnenwahlgrabstätte im Kolumbarium kostet für 20 Jahre 4141,51 Euro. Die Bestattung weitere 401,90 Euro. Der Wiedererwerb für ein Jahr nach Ablauf der 20 Jahre liegt bei 207,06 Euro für ein Jahr. Eine Urnengrabstätte ohne Pflegeverpflichtung liegt im Vergleich bei 1899 Euro.

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