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Studie zu StausDas Schrittfahren hat in Köln an Tempo gewonnen

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Staus gibt es weiterhin reichlich in und um Köln. Aber das Baustellenmanagement ist besser geworden.

Lob für den Verkehr in und um Köln? Das hat es lange nicht mehr gegeben. Und für den, der sich allmorgendlich in der Blechschlange anstellen muss, mögen die neusten Erhebungen des Navigationsexperten TomTom auch eher Zahlenspielerei sein statt gelebte Realität. Doch tatsächlich hat sich Köln in der jährlichen Auswertung von Daten aus Navigationsgeräten dieses führenden Herstellers deutlich verbessert. In der Staustatistik, in der die längsten Wartezeiten die höchste Platzierung einbringt, liegt die Domstadt nun auf Platz 10 statt auf Platz 8. Allerdings relativiert sich dieser Erfolg, wenn man die Zahlen genauer unter die Lupe nimmt.

„Die Stadt am Rhein zählt dieses Mal zu den wenigen Gewinnern des Städte-Stau-Checks“, urteilt der Automobil Club Deutschland über Köln. Die These scheint gewagt, haben die Staus von 2017 auf 2018 in und um Köln doch tatsächlich zugenommen. Beispielsweise von rund 207 Millionen Staukilometern auf dem Autobahnring in 2017 auf rund 242 Millionen Kilometer in 2018. Ebenso innerstädtisch: Dort machten die Staukilometer von 2017 auf 2018 einen Sprung von 62 auf 77 Millionen Kilometer.

Der Clou: Der Navi-Hersteller misst die Überlastung und nicht allein den Stillstand. Es zählt also auch der zäh fließende Verkehr. Und in Köln lief es auf den Straßen 2018 etwas weniger zäh als 2017. Oder andersherum: Im Stau lief es flüssiger. Im vergangenen Jahr sank der Überlastungsgrad auf Kölns Autobahnen deshalb von 25 auf 23 Prozent. Innerstädtisch blieb er hingegen gleich bei 28 Prozent. Mussten die Kölner 2017 im morgendlichen Berufsverkehr für eine Fahrtsrecke von 30 Minuten 14 zusätzliche Minuten durch zu viel Verkehr einrechnen, so waren es in 2018 „nur noch“ 13 zusätzliche Minuten. Im abendlichen Feierabendverkehr sank die Zusatzzeit von 16 auf 15 Minuten. Kleine Veränderungen mit großer Wirkung. Köln arbeitete sich damit im deutschlandweiten Vergleich von Platz 8 auf Platz 10 herunter. Der Automobil Club Deutschland sieht den Erfolg vor allem im Baustellenmanagement auf der A 3 begründet. Verantwortlich dafür ist die Landesregierung mit ihrer Behörde Straßen NRW. Doch da die zusätzlichen Fahrtzeiten sich auf allen Straßen in den Spitzenstunden verbessert haben, muss es auch Effekte geben, die in der Verantwortung der Stadt liegen. Verkehrsdezernentin Andrea Blome: „Es freut mich, dass sich Köln im Ranking verbessert hat. Grund für die Verbesserung sind zum Einen ein intelligentes Baustellenmanagement und zum Anderen die Förderung des Umweltverbundes, insbesondere des Radverkehrs. Dadurch nimmt die Zahl der zurückgelegten Wege mit dem Auto ab, was sich letztendlich auch in den von TomTom erhobenen Daten widerspiegelt.“