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Zeitplan, Sperrungen, SonderfahrtenAlles Wichtige zu den Kölner Lichtern

7 min
Menschen besuchen im Kölner Rheinpark das größte musiksynchrone Feuerwerk Europas.

Die Kölner Lichter 2025 (Archivfoto)

Die Kölner Lichter gehen in ihre 21. Ausgabe. Was man zum Feuerwerk-Spektakel am und auf dem Rhein wissen muss.

Wann und wo finden die Kölner Lichter statt?

Die Kölner Lichter finden am Samstag, 1. August, am Rheinufer auf beiden Seiten statt. Das Kerngebiet liegt zwischen Bastei beziehungsweise Tanzbrunnen und Hohenzollernbrücke. Das musiksynchrone Höhenfeuerwerk beginnt gegen 23 Uhr und dauert rund eine halbe Stunde. Der Eintritt auf den öffentlichen Uferflächen ist frei. Das Motto in diesem Jahr lautet: „Die magische Schule des Feuerwerks“.

Wie sieht das Programm aus?

Ab 15 Uhr öffnen die Bewirtungsstände links- wie rechtsrheinisch. Gegen 20.45 Uhr beginnt das Programm auf dem Wasser mit dem Stadtachter-Rennen des Kölner Rudervereins. Gegen 22 Uhr gehen dann die Schiffe vor dem Tanzbrunnen in Position. Die Zuschauer sind dazu aufgerufen, ihre Handy-Taschenlampen einzuschalten.

Gegen 23 Uhr sollen zunächst die Drohnenshow und dann das Feuerwerk starten. Abgeschossen wird es von zwei Schiffen auf dem Rhein zwischen Bastei und Tanzbrunnen. Das Ende der Veranstaltung ist für etwa 23.30 Uhr angepeilt. Moderiert wird die Veranstaltung erneut von Ex-Höhner-Frontmann Henning Krautmacher.

Was hat sich gegenüber dem Vorjahr geändert?

Erstmals leitet eine Drohnenshow das Feuerwerk ein: Rund 500 Drohnen liefern ein sechsminütiges Programm in 250 Metern Höhe über dem Rhein.

Aufgrund des Niedrigwassers kann der Schiffskonvoi, der sich um 21.20 Uhr in Porz Richtung Innenstadt in Bewegung setzen sollte, nicht wie gewohnt stattfinden. Zudem fahren weniger als die zunächst 27 angemeldeten Schiffe mit.

Von wo habe ich einen guten Blick?

Guter Blick besteht auf beiden Rheinseiten zwischen Bastei und Hohenzollernbrücke. Weitere Möglichkeiten: Rheinpark, Altstadt, Köln-Triangle. Wer später kommt, findet laut Veranstalter linksrheinisch am dann gesperrten Konrad-Adenauer-Ufer (Rheinuferstraße) noch Stehplätze; erreichbar über die KVB-Haltestelle Ebertplatz. Die Drohnenshow findet im Bereich der Hohenzollernbrücke statt und ist nur nördlich der Brücke komplett zu sehen.

Kostenpflichtige Plätze gibt es unter anderem auf der Sparkassen-Tribüne an der Bastei (Einlass ab 18 Uhr), der Domblick-Terrasse, im Kölnsky, auf den Rheinterrassen sowie auf Schiffen. Nahezu alle Karten sind bereits verkauft, Resttickets sind noch bei Kölnticket verfügbar.

Wem es in der Stadt zu voll ist, der kann die Veranstaltung ab 22.15 Uhr live im WDR verfolgen.

Wie komme ich hin – und wo kann ich parken?

Der Veranstalter empfiehlt allen, die nicht in der Innenstadt wohnen, eine Anreise bis spätestens 19 Uhr – auch weil die Uferbereiche früh voll sind.

Messeparkplatz P21: ab 15 Uhr geöffnet, Tagespauschale 15 Euro; Ausfahrt nach Veranstaltungsende laut Veranstalter weitgehend ungehindert

Messeparkplatz P22: Reisebusse, ab 15 Uhr, Tagespauschale 25 Euro, keine Reservierung möglich

Welche Straßen und Brücken sind gesperrt?

Auenweg (rechtsrheinisch): bereits ab 15.30 Uhr gesperrt

Deutzer Brücke: ab 17.30 Uhr in Fahrtrichtung Innenstadt für alle Fahrzeuge gesperrt

Rheinuferstraße (linksrheinisch): ab 17.30 Uhr zwischen Zoobrücke und Deutzer Brücke für den Fahrzeugverkehr gesperrt

Opladener Straße und Mindener Straße: ab 17.30 Uhr

Hohenzollernbrücke: der nördliche Fußweg ab 16 Uhr, die Südseite ab 20 Uhr

Altstadt und Kunibertsviertel: Zufahrt nur noch mit Nachweis; Altstadt bei Bedarf zwischen Gürzenichstraße und Am Hof, sobald die Parkhäuser voll sind

Das ohnehin geltende Lkw-Fahrverbot in großen Teilen der Innenstadt wird um Justinianstraße, Deutz-Mülheimer Straße und Pfälzischer Ring erweitert.

Die Sperrungen werden so früh wie möglich wieder aufgehoben; kurzfristige Änderungen sind möglich.

Was ändert sich bei Bus und Bahn?

Die Deutsche Bahn weitet den Fahrplan aus und setzt zusätzliche Sonderzüge auf den Linien RE1, RE5, RE22 und RB48 ein. Auch für die S-Bahn-Linien S6, S11 und S19 sind Verstärkungsfahrten geplant. Die KVB verstärkt ihren Betrieb ebenfalls und dehnt den 15-Minuten-Takt bis 1.45 Uhr aus. Zwischen den Haltestellen Koelnmesse und Leyendeckerstraße verkehren von 17.30 bis 1.45 Uhr als Linie E gekennzeichnete zusätzliche Bahnen. Zudem fahren zwischen 19 und 1 Uhr mehr Busse auf den Linien 127, 132, 136, 140, 146 und 153. Die Linien 132 und 133 enden ab 17 Uhr aus Süden kommend am Heumarkt.

Zu beachten sind die KVB-Baustellen rund um die Deutzer Brücke, die momentan von den Stadtbahnlinien 1, 7 und 9 nicht gequert werden können. Auch die Ersatzbusse der Linie 101 können die Brücke ab 17.30 Uhr nicht mehr befahren und entfallen daher. Die KVB bittet Fahrgäste, auf die Linien 3 und 4, sowie die Züge der Deutschen Bahn auszuweichen. Der Ersatzbus der Linie 107 wird über die Severinsbrücke umgeleitet und kann ebenfalls genutzt werden. Generell empfiehlt der Veranstalter aber, auf der Rheinseite zu bleiben, von der aus Gäste anreisen.

Die Kölner Seilbahn fährt länger, ist aber von 22.15 bis 23.30 Uhr wegen einer geschlossenen Veranstaltung nicht öffentlich zugänglich. Während der Abreisephase kann der Bahnhof nur über den Bahnhofsvorplatz betreten werden.

Hat der Anschlag beim Berliner CSD Auswirkungen auf das Kölner Fest?

Nach dem CSD-Anschlag in Berlin sieht der Veranstalter keinen Anlass zu neuen Sorgen. „Unsere Maßnahmen sind lückenlos“, sagt Werner Nolden. „Das Sicherheitskonzept hat sich seit Jahren bewährt. Sämtliche Zufahrtstraßen zur Veranstaltung sind abgesperrt.“ Die Kölner Polizei teilt auf Nachfrage mit: „Wir bewerten fortlaufend die Sicherheitslage. Natürlich analysieren wir auch die Erkenntnisse aus dem Ereignis in Berlin und prüfen, ob wir unsere Einsatzkonzepte anpassen müssen.“

Der Rhein führt aktuell extrem wenig Wasser – hat das Auswirkungen?

Der stetig sinkende Rheinpegel beeinträchtigt auch die Kölner Lichter. Am Donnerstag (30. Juli 2026) wurde ein Pegel von 71 Zentimetern in Köln gemessen, für Samstag wird ein Pegelstand von 66 Zentimetern prognostiziert. Die Route des Konvois wurde deshalb geändert.

Der traditionelle Schiffskonvoi ab Porz könne nicht regulär stattfinden, teilte Veranstalter Werner Nolden mit. Die Schiffe sollen nun von der Innenstadt Richtung Niehl fahren, dort wenden und vor dem Tanzbrunnen gegen 22 Uhr in Position gehen. Der Veranstalter rechnet statt der ursprünglich angemeldeten 27 Schiffe nur noch mit rund 20 Schiffen. Einige davon, beispielsweise die MS RheinMagie, müssen aufgrund ihres benötigten Tiefgangs an der Landebrücke bleiben.

Teilweise schaffen es eingeplante Schiffe gar nicht nach Köln, darunter das Feuerschiff Doris. Die Schiffe Petersberg, Stadt Vallendar, Grace Kelly, La Paloma, Rheinstar und Poseidon fallen ebenfalls definitiv aus, Kartenkäufer werden von den Schifffahrtsgesellschaften informiert. Weitere Schiffe sind noch unterwegs. Ob sie letztlich beim niedrigen Rheinpegel Köln erreichen, wird sich erst kurzfristig zeigen. Letztlich entscheidet jeder Kapitän individuell, ob er im abgespeckten Konvoi noch mitmachen wird, oder ob er am Steiger liegenbleibt und ein Bordfest veranstaltet wird.

Was kann mitgebracht werden – und was nicht?

Auf den frei zugänglichen Uferflächen dürfen Speisen und Getränke im Rahmen des Eigenbedarfs mitgebracht werden – Getränke ausschließlich in Plastikflaschen. Verboten sind Glasflaschen und Fässer sowie – ohne vorherige Genehmigung – der Aufbau von Zelten, Pavillons, Garnituren und feuerbetriebenen Grills auf der gesamten Veranstaltungsfläche. Stühle und Bollerwagen können je nach Aufkommen mitgebracht werden, die Mitnahme wird aber nicht empfohlen.

Ist die Veranstaltung barrierefrei?

Linksrheinisch ist die gesamte Rheinuferpromenade zwischen Zoobrücke und Hohenzollernbrücke barrierefrei unter anderem über Rampen zugänglich und befahrbar. Der abgesperrte Uferbereich für die Tribüne kann umfahren werden. Dazu empfiehlt der Veranstalter, die Lichtershow vom Bürgersteig der Rheinuferstraße oberhalb der Rheinpromenade zu verfolgen. Auch rechtsrheinisch ist das Ufer zwischen Hohenzollernbrücke und Zoobrücke barrierefrei und für Rollstuhlfahrer geeignet. Bei der Anreise sollten Gäste allerdings darauf achten, dass der Deutzer Bahnhof momentan nur bedingt barrierefrei ist.

Was passiert, wenn es regnet?

Leichter Regen führt nicht zu einer Absage. Da das Aufspannen von Regenschirmen wegen möglicher Sichtbehinderung nicht erwünscht ist, wird um die Mitnahme von Regenkleidung gebeten. Bei extremem Wetter – etwa Gewitter oder Sturm – können Programmänderungen oder Verschiebungen notwendig werden. Danach sieht es aktuell allerdings nicht aus: „Die Wettervorhersage ist mit knapp 30 Grad perfekt“, sagt Veranstalter Werner Nolden.

Was ist sonst noch in Köln los?

Nicht nur die Kölner Lichter locken am Wochenende potenziell viele Besucher in die Stadt. Am Samstag und Sonntag hat die Yayoi-Kusama-Ausstellung im Museum Ludwig zum letzten Mal geöffnet. Zum Abschluss verlängert das Museum an beiden Tagen seine Öffnungszeiten bis 2 Uhr. Der Verkauf von Karten für die Nacht erfolgt vor Ort an der Museumskasse.

Ebenfalls nachts geöffnet hat das Wallraf-Richartz-Museum, das am heutigen Freitag zur Abschiedsparty „A Night To Remember“ lädt. Ab 20 Uhr kann im Museum gefeiert, getanzt und gestaunt werden. Tickets gibt es online oder vor Ort. Bevor das Museum am Montag, 3. August, für eine umfängliche Generalinstandsetzung geschlossen wird, ist der Eintritt am Wochenende kostenlos.

Am Rhein-Energie-Stadion startet der 1. FC Köln am Samstag ab 11.11 Uhr offiziell in die neue Saison. Bis 17 Uhr erwartet Besucher ein buntes Programm mit Musikacts, Autogrammstunden, Mannschaftsvorstellungen und vielen Mitmachaktionen.