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Neustart für Bühnen am OffenbachplatzKölns frisch sanierte Theater starten im September mit vielfältigem Programm

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Programm-PK mit (v.l.) Andrés Orozco-Estrada, Kay Voges, Hanna Koller, Stefan Charles, Hein Mulders und Andrea Blome.

Programm-PK mit (v.l.) Andrés Orozco-Estrada, Kay Voges, Hanna Koller, Stefan Charles, Hein Mulders und Andrea Blome.

Oper, Schauspiel und Tanz starten am Offenbachplatz in Köln im September mit vielfältigem Programm. Kasalla spielen und es gibt Tickets zu gewinnen. 

„Ist das doll hier?“ Gewohnt charmant-flapsig fällt Kay Voges’ Begrüßung aus, als der Schauspiel-Intendant in illustrer Runde das Eröffnungsprogramm der Bühnen am Offenbachplatz vorstellt.

Im in sanfte Riphahn-Farben getauchten Foyer des Opernhauses berichtet er zusammen mit Opern-Intendant Hein Mulders, Generalmusikdirektor Andrés Orozco-Estrada und Tanzkuratorin Hanna Koller darüber, womit man die Kölnerinnen und Kölner nach Jahren des Darbens im Interim ab September in den sanierten Bühnenkomplex zurücklocken möchte.

Das Eröffnungswochende

Los geht's, wie bereits bekannt, am 19. und 20. September. An beiden Tagen geht es im Haus Trepp auf, Trepp ab: Führungen erlauben ein Blick hinter die Kulissen, Technikshows zeigen, was zukünftig alles möglich ist.

Auf dem Platz soll eine Bühne aufgebaut werden, die am ersten Tag vom Schauspiel, am zweiten Tag von der Oper bespielt wird. Krönender Abschluss: Ein Konzert mit Kasalla und dem Gürzenich-Orchester (GO) in der Oper.

Der Festakt

Am 24. September wird es voll auf der Opernbühne: Die Ensembles beider Häuser bestreiten zusammen mit dem GO das Programm. Als besonder Gast wurde Starsopranistin Diana Damrau eingeladen. „Es gibt natürlich auch die üblichen Reden, aber wir werden sie kurz halten“, verspricht Hausherr Hein Mulders.

Das Schauspiel

Dritter Baustein im Eröffnungsreigen ist am 25. September die erste Premiere im Schauspiel. Intendant Voges inszeniert „In bester Lage“ von Kristof Magnusson und Gunnar Klack. Die Komödie, deren Premiere eigentlich für die laufende Spielzeit im Depot geplant war, erzählt von einem Mehrfamilienhaus und dessen Bewohnern.

Neben dem Eröffnungsstück stellte Voges nur die Premieren vor, die auch im Abonnement (siehe Infokasten) gekauft werden können. Und hier setzt er auf einen Mix aus aktuellen Stücken und   klassischen Stoffen. die Uraufführung „Tag und Nacht“ von Roland Schimmelpfennig (27.9., Regie: Lily Sykes), ein neuer Abend von Hausautor Calle Fuhr über die Deutsche Bahn (9.10.), Peter Handkes fast 60 Jahre altes Werk „Kaspar“ (31.10.), eine Antigone-Bearbeitung der Regisseurin Lies Pauweis (29.1.2027) oder auch „Inter Alia“, das neue Stück von Suzie Miller, die mit „Prima Facie“ Furore machte (15.4.2027). Das Abo-Angebot der Spielzeit runden ein Deutschland-Abend von Kay Voges (8.5.2027) und „Der Zauderberg“ (5.6.2027) ab. Letzteres, der Titel lässt es ahnen, ist eine in die Gegenwart katapultierte Adaption von Thomas Manns Roman, aus der Feder von PeterLicht.

Das weitere Programm, auch das des kleinen Hauses und des Depot, soll im Juni bekanntgegeben werden.

Die Oper

Der erste Vorhang für eine Opernpremiere öffnet sich am 27. September, auf dem Programm steht „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss. Für den Rest der Spielzeit setzt Hein Mulders auf bekannte Namen und beliebte Stücke: „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach (28.11.), Smetanas „Die verkaufte Braut“ (28.2.27), Verdis „Macbeth“ (2.5.27) sowie Puccinis „Madama Butterfly“ (6.6.27). Und mit „Siegfried“ (4.4.27) wird in der laufenden Spielzeit begonnene „Ring“ fortgesetzt. Auch für die Wiederaufnahmen wählt der Intendant durchaus Populäres, etwa „Rigoletto“ (3.10.), „Die Zauberflöte“ (13.12.), „My Fair Lady“ (6.3.27) oder auch „Così fan tutte“ (10.4.27).

Doch es finden sich auch Spezialitäten: Scarlattis „Kain und Abel“ (1.11.) oder aus Anlass des 100. Geburtstags von Hans Werner Henze dessen „La Piccola Cubana“ „noch nie richtig aufgeführt worden ist“, so Mulders. Die Premiere findet am 24. Januar 2027 in der Kinderoper statt, während ab 10. Januar 2027 im großen Haus die Cäcilia Wolkenburg mit ihren Divertissementchen „Wat e Thiater“ Trude Herr zum 100. Geburtstag gratuliert.

Das eigentliche Programm der neuen Kinderoper, die sich unter dem Platz vor dem Schauspielhaus befindet, startet am 10. Oktober mit der Uraufführung „Der König verschenkt was“. Das komplette Programm wird in den kommenden Wochen vorgestellt.

Der Tanz

Tanzkuratorin Hanna Koller konnte sich für die Eröffnungsspielzeit am Offenbachplatz einen langgehegten Traum erfüllen: Henry Purcells „Dido & Aeneas“ in einer Choreographie von Sascha Waltz (14./15.7.2027). Die Inszenierung feierte vor 20 Jahren Premiere, wird seitdem weltweit gefeiert für die faszinierende Verschränkung von Gesang und Tanz.

Außerdem geplant sind Abende mit dem Ballett Basel (10./11.10.), der Danza Contemporánea de Cuba (21./22.11.) und dem Aterballetto (20./21.2.2027), das zu Musik von Ennio Morricone tanzt. Die restlichen Tanzgastspiele werden ebenfalls in den kommenden Wochen bekanntgegeben.

Karten und Abos

„Wir glauben ans Abo“, ist das Credo von Klaus Kröhne, dem stellvertretenden Geschäftsführer der Bühnen. Entsprechend kann man ab sofort für beide Bühnen Abonnements buchen, mit der Garantie, die ganze Spielzeit über immer auf denselben Plätzen zu sitzen.

Für alle, die flexibler sein möchten, bietet man unterschiedliche „Bühnen-Cards“ an (die Rundschau berichtete), mit denen man beim Kartenkauf sparen kann. Außerdem gibt es unter anderem Rabatte für Familienvorstellungen. Der Verkauf für die Cards sowie für Tickets für einzelne Vorstellungen beginnt am 4. Mai.

Tickets zu gewinnen

Auf Wunsch von Oberbürgermeister Torsten Burmester werden für jede der insgesamt 500 Vorstellungen der ersten Spielzeit am Offenbachplatz je zwei Karten verlost. Ab 29. Juni kann man sich für die Verlosungen registrieren sowie für das Kasalla-Konzert am 20.9. in der Oper. Außerdem steht ein Kontingent an Karten für den Festakt zur Verfügung.

Mehr Infos zum Programm, zu Abos und Tickets unter oper.koeln und schauspiel.koeln