Ein Streik beim WDR führt zu Programmausfällen. Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Gehalt.
Streik beim WDRZahlreiche Sendungen fallen aus, Verdi fordert 7 Prozent

Beim WDR läuft derzeit ein 48-stündiger Warnstreik.
Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa
Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) war am Mittwoch von einer Arbeitsniederlegung betroffen, die zum Ausfall diverser Programme führte. Laut Auskunft einer Sprecherin war beispielsweise die Ausstrahlung von Lokalzeit-Ausgaben auf den Wellen WDR 2 und WDR 4 nicht möglich.
Für die Zuschauer des WDR-Fernsehens entfielen die Magazine „Hier und Heute“, „Servicezeit“ und „Markt“. Ebenso fielen die Sendungen „Quarks“ auf WDR5 sowie „Der Tag um 12“ auf den Kanälen WDR 2, 3 und 4 aus. Des Weiteren war es dem WDR nicht möglich, im Rahmen des ARD-„Morgenmagazin“ die aus Hamburg stammenden Live-Übertragungen der „Tagesschau“ zu senden. An deren Stelle wurde aus Köln im Halbstundentakt eine „Tagesschau in 100 Sekunden“ ausgestrahlt.
Sieben Prozent Gehaltsplus als zentrale Gewerkschaftsforderung
Um den Druck im Zuge der aktuellen Tarifgespräche zu erhöhen, wurde von den Gewerkschaften Verdi, DJV und Unisono zu einer 48-stündigen Arbeitsniederlegung aufgerufen. Diese Aktion ist bis zum Freitagmorgen um 2.00 Uhr angesetzt.
Laut eigenen Mitteilungen verlangt Verdi eine Anhebung der Gehälter sowie Honorare um sieben Prozent. Für fest angestellte Mitarbeitende wird eine monatliche Steigerung von wenigstens 300 Euro angestrebt. Christof Büttner, der Verhandlungsführer von Verdi, erklärte, die Belegschaft erwarte in der kommenden Gesprächsrunde „ein deutlich verbessertes Angebot“. Dieses müsse der geleisteten Arbeit und den erhöhten Lebenshaltungskosten gerecht werden.
Stefanie Drinhausen, die Verwaltungsdirektorin des WDR, entgegnete: „Trotz der angespannten finanziellen Lage haben wir ein faires und tragfähiges Angebot für alle unsere Mitarbeitenden gemacht“. Man verfolge nun das Ziel, die Gespräche mit den übrigen Gewerkschaften rasch zu beenden, nachdem in der Vorwoche bereits eine Übereinkunft mit der kleineren Mediengewerkschaft VRFF erzielt worden war. (dpa/red)
