Abgeschobene 15-JährigeElternpflegeschaft hofft im Fall Bivsi auf Petitionsausschuss

Asylbewerber bei einer Ausweisung (Symbolbild).
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Düsseldorf – Der Petitionsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags hat sich am Dienstag mit dem Fall der nach Nepal abgeschobenen 15-jährigen Bivsi und ihrer Eltern befasst. Eltern und Schüler des Duisburger Steinbart-Gymnasiums hatten Anfang Juni eine Petition an den Landtag gerichtet. Darin bitten sie den Ausschuss, sich für eine Wiedereinreise der Jugendlichen und ihrer Eltern einzusetzen.
„Ich glaube, wenn der politische Wille stark genug ist, dann werden häufig Dinge möglich, die man vorher in weiter Ferne sah“, sagte der Vorsitzende der Elternpflegschaft des Gymnasiums, Stephan Kube, der Deutschen Presse-Agentur. Eine Erfolgsgarantie gebe es aber nicht. Kube hatte die Petition mitunterzeichnet. Am Dienstag erläuterte er zusammen mit der Schülersprecherin den Ausschussmitgliedern das Anliegen.
Kube zuversichtlich
Nach seinen Angaben waren bei der Sitzung auch Vertreter von Behörden und Instanzen, die an einer möglichen Rückführung der Familie zusammenwirken müssen, anwesend. Kube äußerte sich nach dem Gespräch zuversichtlich. „Wenn sich eine humanitäre Grundlage finden lässt, dann wird man sie auch nutzen, um diese Geschichte zu einem guten Ende zu führen.“
Die in Deutschland geborene Bivsi hatte eine neunte Klasse des Duisburger Gymnasiums besucht. Sie war am 29. Mai auf Veranlassung der Ausländerbehörde der Stadt Duisburg aus dem Unterricht geholt worden. Noch am gleichen Tag wurde die Familie mit einem Flugzeug nach Nepal abgeschoben. Ein Asylantrag der 1998 nach Deutschland gekommenen Eltern war zuvor in allen Instanzen abgelehnt worden. In Nepal ist die Familie bei Verwandten untergekommen. (dpa)
