Abo

Update

Familie verunglückt
Kind stirbt nach Unfall auf A3 bei Emmerich – Fahndung läuft weiter

2 min
Schwerer Unfall auf der A3 bei Emmerich

Ein Mann kam am Montagabend (7. September) auf der A3 bei Emmerich zu Tode, eine Mutter und ihr dreijähriges Kind wurden schwer verletzt.

Ein Vater wurde bei einem Unfall  auf der A3 nahe Emmerich getötet – nun ist auch das Kind gestorben. Die Mutter ist außer Lebensgefahr. 

Nach einem schweren Unfall auf der A3 nahe Emmerich, bei dem am Montagabend (7. September) ein 36-jähriger Familienvater aus Wuppertal ums Leben gekommen ist, gibt es ein zweites Todesopfer: Seine dreijährige Tochter ist in einer Klinik an den Folgen des Unfalls gestorben. Dies teilte die Autobahnpolizei Düsseldorf am Donnerstagmorgen mit.

Nach wie vor im Krankenhaus ist die 26-jährige Mutter des kleinen Mädchens, die zudem schwanger ist. Sie sei außer Lebensgefahr, berichtete die Polizei.

Unfall nahe Grenzübergang zu den Niederlanden

Der Unfall ereignete sich am Montagabend kurz vor 19 Uhr in der Nähe des Grenzübergangs zu den Niederlanden. Den ersten Ermittlungen zufolge fuhr der Fahrer des VW Golf mit seiner 26-jährigen schwangeren Frau auf dem Beifahrersitz und dem dreijährigen Kind in Richtung Köln. Das Auto der Familie befand sich auf dem linken Fahrstreifen der A 3, als in Höhe der Anschlussstelle Emmerich ein Lkw vom rechten auf den linken Fahrstreifen wechselte. Der Fahrer übersah dabei möglicherweise den nachfolgenden Pkw.

Der 36-Jährige versuchte auszuweichen, verlor jedoch offenbar die Kontrolle, prallte gegen die Leitplanke und überschlug sich. Einen Kontakt zwischen Golf und Lkw gab es wohl nicht.

A3: Lkw entfernt sich von Unfallstelle

Der Fahrer des Lkw flüchtete vom Unfallort. Der 36-Jährige konnte von der Feuerwehr nur noch tot aus seinem Fahrzeugwrack geborgen werden. Die 26-jährige schwangere Ehefrau kam mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus. Das dreijährige Kind wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Bis zum Donnerstag kämpften die Ärzte um das Leben des Kindes - vergeblich. 

Ein Verkehrsunfallaufnahmeteam sicherte vor Ort die Unfallspuren. Bei dem 36-Jährigen ergaben sich Verdachtsmomente auf Alkoholeinfluss. Die Ermittlungen führt das Verkehrskommissariat 1 des Polizeipräsidiums Düsseldorf. Nach dem Lkw und seinem Fahrer wird grenzübergreifend gefahndet. 

Lkw-Auflieger vermutlich mit niederländischem Kennzeichen – Zeugen gesucht

Nachdem in einer ersten Meldung zunächst von einem Lkw aus den Niederlanden die Rede war, präzisierte die Polizei inzwischen ihre Angaben. Die Fahndung nach dem Fahrer läuft weiter.

Demnach soll es sich laut Zeugenaussagen um eine dunkle Zugmaschine mit bulgarischem Kennzeichen gehandelt haben. Der Auflieger hatte einen roten Überseecontainer geladen und möglicherweise ein niederländisches Kennzeichen. Der Sattelzug soll aus den Niederlanden und über den Grenzübergang Elten unterwegs gewesen sein.

Laut den Zeugen muss der Fahrer die Unfallgeräusche – Reifenquietschen und lautes Scheppern – mitbekommen haben. Er soll auch abgebremst haben, sei dann aber weitergefahren. Nun sucht die Polizei Zeugen, die Hinweise zum Unfallgeschehen, zum Sattelzug oder zur Identität des Fahrers geben können. Sie werden gebeten, sich beim Verkehrskommissariat 1 der Polizei Düsseldorf unter der Rufnummer 0211 870 0 zu melden. (cme/das)