Nach einer Technikpanne im April stellt die Bildungsministerin am Mittwochmorgen Pläne für die Zukunft vor.
Nach DatenpanneWelche Konsequenzen zieht die Bildungsministerin?

Schul- und Bildungsministerin Dorothee Feller erklärt bei einem Pressegespräch im Schulministerium wie es zu der Technik-Panne bezüglich der Abitur-Klausuren kommen konnte.
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NRW-Schulministerin Dorothee Feller steht unter Druck, seit im April Abitur-Klausuren wegen einer Technikpanne verschoben werden mussten. Dann wurden auch noch Sicherheitslücken im IT-Bereich eines Schulinstituts bekannt. Feller will nun durchgreifen.
Nordrhein-Westfalens Schulministerin Dorothee Feller (CDU) stellt am Mittwoch (ab 10.00 Uhr) im Schulausschuss des Landtags Konsequenzen aus den jüngsten Datenpannen im Schulbereich vor.
Mehr als eine Problemstelle
Dabei geht es einerseits um die Download-Panne bei den Abiturklausuren Mitte April, die zu einer kurzfristigen Verschiebung der Prüfungen in NRW geführt hatte. Außerdem legt Feller einen Prüfbericht zu den gravierenden IT-Schwachstellen auf einem Server des Landessschulinstituts Qualis vor und berichtet zu den Konsequenzen, die das Ministerium daraus zieht. In einer Pressekonferenz (13.15 Uhr) steht die Ministerin anschließend auch den Medien Rede und Antwort.
Im Schulausschuss soll Feller auf Antrag von SPD und FDP auch zu zwei Briefen von Qualis vom Herbst Stellung nehmen. Schon vorab hatte die Ministerin gesagt, dass die zwei am Wochenende bekanntgewordenen Schreiben zur Beantragung von Haushaltsmitteln für einen neuen Internetauftritt des Instituts nichts mit dem großen Datenleck zu tun hätten, das im Mai bei Qualis bekannt geworden war.
Tausende Datensätze geleaked
Die Internetseite von Qualis hat nach Angaben des Schulministeriums keine Verbindung zu dem Server des Instituts, der infolge eines Datenlecks und weiterer festgestellter IT-Schwachstellen abgeschaltet werden musste.
Anfang Mai hatte das Ministerium mitgeteilt, dass mindestens 16 557 Datensätze von dem Qualis-Server ausgelesen worden seien. Meist handelte es sich um Vor- und Zunamen von Lehrkräften oder Qualis-Mitarbeitern, in mindestens 3765 dieser Datensätze konnten auch weitergehende personenbezogene Daten ausgelesen werden. Ein Qualis-Server war komplett abgeschaltet worden, nachdem weitere Schwachstellen entdeckt worden waren.
