Abo

Nahverkehr und AutobahnenWas Reisende am langen Wochenende in NRW erwartet

2 min
Pfingststaus in Köln

Ähnlich wie an Pfingsten könnte es auch an Fronleichnam voll auf den Straßen werden. 

Düsseldorf – An diesem langen Feiertagswochenende rechnen Nahverkehrsunternehmen, Flughäfen und der ADAC erneut mit vollen Regionalbahnen, Abfertigungshallen und Autobahnen. Ähnlich wie zu Pfingsten dürften viele Besitzer von Neun-Euro-Tickets die freien Tage und das absehbar gute Wetter zu Kurzreisen nutzen. Wieder drohen chaotische Verkehrsverhältnisse in NRW.

Mehr Züge und Personal im Nahverkehr geplant

Unternehmen wie DB Regio, Eurobahn und National Express wollten in diesem weiteren „Stresstest“ nach Möglichkeit mehr Züge und mehr Personal einsetzen, auf manchen Strecken bremsen allerdings Bauarbeiten das Angebot, zum Beispiel auf der wichtigen RRX-Linie RE 11 Richtung Kassel. Laut Deutscher Bahn führt das Neun-Euro-Ticket bisher wochentags zu zehn Prozent mehr Fahrgästen, zu Pfingsten waren es allerdings rund 30 Prozent mehr.

Vor allem zwischen Rheinland und Ruhrgebiet wird es voll

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) sowie die Nahverkehre Westfalen-Lippe (NWL) und Rheinland (NVR) rechnen mit einem „starken Fahrgastaufkommen“, vor allem auf der Hauptachse zwischen dem Rheinland und dem Ruhrgebiet.

Viele Flugreisende

Der Flughafen Düsseldorf erwartet zwischen Mittwoch und Sonntag rund 277000 Passagiere. Sie sollten „genügend Zeit einplanen“, die Reisedokumente rechtzeitig checken und das Handgepäck „auf ein Minimum“ reduzieren, um die ohnehin extrem gestressten Sicherheitskontrolleure etwas zu entlasten. Auch der Airport Köln/Bonn erwartet wieder viele Reisende. (mk)

Der VRR rät Ausflüglern, in den kommenden Tagen bevorzugt die S-Bahnen und weniger die Regionalbahnen und Regionalexpresse zu nutzen. Dort gebe es mehr Kapazitäten. Fahrgäste sollten möglichst auf die Mitnahme von Fahrrädern verzichten und die Bahnsteige auf voller Länge zum Ein- und Aussteigen nutzen.

Hier sind die größten Nadelöhre der Region

Besonders eng dürfte es bis Sonntag auf den Großstadt-Bahnhöfen Bonn, Köln, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Dortmund und Hagen werden. Die Eurobahn rechnet zwar mit weniger Fahrgästen als zu Pfingsten, geht aber von großer Nachfrage besonders auf den Strecken in Richtung Niederlande und Niedersachsen, denn dort ist Fronleichnam kein gesetzlicher Feiertag. National Express setzt weitere Zugteile auf den RE-Linien 1 und 6 sowie für die RB 48 ein, hieß es auf Nachfrage.

Das könnte Sie auch interessieren:

Der ADAC rechnet über Fronleichnam mit Verzögerungen auf Autobahnen „im gesamten Ruhrgebiet und im Großraum Köln“. Das höchste Staupotenzial bestehe auf den Strecken in Richtung deutsche Nord- und Ostseeküste sowie in Richtung Niederlande. Betroffen seien voraussichtlich die Autobahnen A1, A2, A3 und A4 sowie die A40 und A46. Bei schönem Wetter könne es auch abseits der Autobahnen Verkehrsprobleme durch Ausflügler geben.