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Kölner KardinalWoelki erteilt Synodalem Weg Absage

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Kölns Kardinal Rainer Maria Woelki

Kölns Kardinal Rainer Maria Woelki

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat das Reformprojekt Synodaler Weg kritisiert und sein Fernbleiben von der bevorstehenden sechsten Versammlung ab Donnerstag in Stuttgart begründet.

„Für mich ist der Synodale Weg abgeschlossen“, sagte er im Interview des kirchlichen Portals domradio.de. Ursprünglich seien fünf Sitzungen vereinbart worden; „und an diesen habe ich auch teilgenommen“. Eine theologische Klärung des seit 2019 laufenden Projekts sei dringend notwendig, mahnte Woelki – und ergänzte: „Ich bin wirklich davon überzeugt, dass alle Beteiligten – auch die des Synodalen Weges – letztlich das Gute für die Kirche wollen.“ Doch der Weg dorthin werde unterschiedlich gesehen. Zum Verständnis von Synodalität sagte der Kardinal, man könne nicht über alles ergebnisoffen diskutieren. „Um einmal ein bewusst abwegiges Beispiel zu nennen: Wir können nicht darüber abstimmen, ob Jesus von den Toten auferstanden ist.“ Er habe den Eindruck, „dass es auf dem Synodalen Weg in Deutschland ab einem bestimmten Punkt vor allem darum ging, bestimmte kirchenpolitische Positionen umzusetzen“.

„Grundlegend unterschiedliche Auffassungen“

Es gebe „grundlegend unterschiedliche Auffassungen davon, was Synodalität bedeutet“, fügte Woelki hinzu. Der verstorbene Papst Franziskus wie auch sein Nachfolger Leo XIV. betonten „immer wieder, dass Synodalität ein geistliches Geschehen ist, ein Werkzeug zur Evangelisierung“. Synodalität ohne Evangelisierung sei nach diesem Verständnis „gar nicht denkbar“. Die Synodalversammlung, so der Kölner Kardinal, habe auch „gar nicht den Auftrag zu evaluieren, was ein einzelner Ortsbischof oder eine einzelne Diözese von den Beschlüssen des Synodalen Weges umgesetzt hat oder nicht“. Synodalität heiße für ihn: „gut aufeinander hören; jeder kann seine Sicht einbringen. Und vor allem: gemeinsam auf das hören, was der Heilige Geist uns sagt, gemeinsam beraten und unterscheiden.“ Die Entscheidung treffe aber am Ende „derjenige, der das Amt dafür übertragen bekommen hat“, betonte der Kölner Erzbischof. (kna)