Nach dem US-Einsatz in Venezuela sorgt ein Bild für Aufruhr. Ein Wort reicht und die Sorgen eines europäischen Staates kehren zurück.
Nach Festnahme von MaduroManipuliertes Bild aus Trumps Umfeld befeuert erneut den Streit um Grönland

Der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, Stephen Miller, mit seiner Frau Katie bei einer Gala in Washington. Katie Miller hat nun mit einem politischen X-Post für Aufruhr gesorgt. (Archivbild)
Copyright: AFP
Kurz nach dem US-Angriff in Venezuela verbreitet sich in den sozialen Medien ein Bild, das international für Aufsehen sorgt. Gepostet hat es Katie Miller auf der Plattform X.
Sie ist die Frau von Stephen Miller, dem stellvertretenden Stabschef im Weißen Haus und einem der engsten Berater von US-Präsident Donald Trump. Auf dem Bild sind die Umrisse Grönlands zu sehen – doch das Land trägt die Farben der US-Flagge. Darüber steht nur ein Wort: „SOON“.
Der Zeitpunkt sorgt für besondere Brisanz. Beobachter fragen sich, ob die USA nach der Festnahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro nun auch in anderen Ländern ihre eigenen Interessen mit Härte durchsetzen wollen. Auf der Plattform X trendete das Bild am Sonntag, auch offizielle Stellen reagierten: Der dänische Botschafter in Washington erinnerte öffentlich daran, dass Dänemark und die USA „enge Verbündete“ seien und dies auch bleiben sollten.
Trump hat mehrfach bekundet, die Insel haben zu wollen
Donald Trump selbst hatte kurz vor Weihnachten erneut betont, die USA benötigten Grönland „für die nationale Sicherheit“. Entlang der Küste gebe es „russische und chinesische Schiffe überall“. Seine Worte wiederholte er mehrfach: „Wir müssen es haben.“
Der Kölner Politologe Thomas Jäger kommentierte das Bild auf X mit den Worten: „Stephen Miller ist einer der einflussreichsten Berater von Trump. Seine Frau ruft das nächste Ziel aus.“

Der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, Stephen Miller, hört zu, während Präsident Donald Trump nach US-Militäreinsätzen in Venezuela am 3. Januar 2026 in seiner Residenz Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida, mit der Presse spricht.
Copyright: AFP
Auch Katie Miller ist keine Unbekannte: 2025 war sie Sprecherin für Elon Musks „Ministerium für Regierungseffizienz“ (Doge); bereits während Trumps erster Amtszeit arbeitete sie als stellvertretende Pressesprecherin für ihn im Weißen Haus. Sie gilt als MAGA-Anhängerin und hat einen Podcast für konservative Frauen.
Grönland gehört zum Königreich Dänemark und ist wie die USA NATO-Mitglied. Kopenhagen verweist auf milliardenschwere Investitionen in die Sicherheit der Arktis. Dennoch schürt der Post aus Trumps engem Umfeld neue Sorgen – auch weil der von Trump ernannte Sondergesandte für Grönland Jeff Landry erklärte auf X, es sei ihm eine Ehre, dabei zu helfen, die Insel „zu einem Teil der Vereinigten Staaten zu machen“.
Grönland und Dänemark lehnen eine Annexion entschieden ab. Der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen stellte zuletzt klar: „Grönland ist unser Land. Unsere Entscheidungen werden hier getroffen.“

