Der US-Präsident hat Russland gebeten, die Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur vorübergehend zu unterbrechen. Trump glaubt auch, dass der russische Präsident Wladimir Putin die Bitte erfüllt. Was das über den Herrn im Weißen Haus sagt.

Pause bei russischen Luftschlägen?Wenn Trump Putin nett findet

In Zelten können Bewohner Kiewer Häuser sich aufwärmen, da die Heizungen in Folge russischer Luftangriffe ausgefallen sind.
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Wladimir Putin versteht es, seinen US-Buddy Donald Trump zu spielen wie ein Musikinstrument. Ein telefonischer Impuls, und aus dem Weißen Haus erklingen die gewünschten Töne: Trump dankt Putin dafür, dass er angeblich eine Woche lang keine Angriffe auf Kiew und andere Städte fliegen lassen will. „Sehr nett“ findet Trump das.
Eine solche Atempause wäre keine Überraschung, denn Russland braucht immer ein paar Tage zur Vorbereitung einer neuen großen Angriffswelle. Dass diese Attacken Kriegsverbrechen sind, dazu sagt US-Präsident Trump kein Wort. Er zeigt auch keine Bereitschaft, wieder Patriot-Luftabwehrraketen für die Ukraine freizugeben. Opfer dieser zynischen Verweigerung wurde Jewgenia Besfamilnaja, eine Holocaust-Überlebende, die Mitte Januar in ihrer Kiewer Wohnung erfror.
Russischer Vernichtungswille bleibt
Auch wenn Putin mal Pause macht: Der Wille seines Regimes, die Ukraine als unabhängigen demokratischen Staat zu vernichten und ihre Kultur auszulöschen, bleibt. Dieser Wille wird auch nach einem Waffenstillstandsabkommen, wenn es denn irgendwann geschlossen wird, nicht verschwinden. Egal, ob Trump das kapiert.
