Strom, Wasser und Heizung fallen in der Ukraine stundenlang aus. Präsident Selenskyj warnt vor neuen Angriffen auf Energieanlagen, dann fliegen erneut russische Raketen. Was wurde diesmal getroffen?
Ukraine-KriegPräsident Selenskyj warnt – kurz darauf hört man Explosionen

Rettungskräfte löschen einen Brand in einem mehrstöckigen Wohngebäude, das bei einem russischen Raketenangriff auf Kiew in der Ukraine beschädigt worden war. Das Foto stammt aus der Nacht des 13. Oktober 2026.
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Mit mehreren Angriffswellen und zerstörerischen Raketen hat das russische Militär einmal mehr die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihr Umland attackiert.
Im Zentrum der Millionenmetropole waren in der Nacht und am frühen Samstagmorgen (7. November 2026) etliche Explosionen deutlich zu hören, weitere gab es laut Bürgermeister Vitali Klitschko in den Außenbezirken. Dabei seien – besonders schnell fliegende und deshalb von der Luftverteidigung kaum abzuwehrende – ballistische Raketen zum Einsatz gekommen, schrieb er auf Telegram. Mehrere Wohnhäuser wurden demnach beschädigt. Die Militärverwaltung berichtete zudem von Schäden an einem Kindergarten und zwei Verletzten.
Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt – dann fliegen die Raketen
Das genaue Ausmaß der Schäden war am Morgen noch nicht überschaubar. Angaben der ukrainischen Luftwaffe und militärnaher Beobachter zufolge galten die Angriffe Wärmekraftwerken im Stadtgebiet und südlich von Kiew sowie einem Umspannwerk westlich der Metropole. Kurz zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft vor einem neuen russischen Angriff auf Energieanlagen und die Brücken über den Fluss Dnipro gewarnt.
Russland führt seit 2022 einen verheerenden Angriffskrieg gegen die Ukraine und greift seit Wochen verstärkt Energieanlagen an, vor allem in Kiew und der Umgebung der Hauptstadt. Infolgedessen müssen Millionen Ukrainer mit stundenlangen Stromsperren, Ausfällen der Wasserversorgung und Heizung leben. (dpa)