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„Dächer von Ockenfels“ in Brühl meldet Insolvenz an

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BRÜHL. Erst vor einer Woche feierte Rudolf Ockenfels seinen 75. Geburtstag, gestern hat das Brühler Familienunternehmen „Dächer von Ockenfels“, aus dem er sich vor fünf Jahren zurückgezogen hatte, beim Amtsgericht Köln Insolvenz angemeldet. Zwölf Mitarbeitern droht jetzt der Verlust des Arbeitsplatzes.

Als Grund für den Insolvenzantrag nennt Kurt Michael Diensberg, seit Mai 1998 Geschäftsführer des Unternehmens, eine „Vielzahl von Gewährleistungs- und Schadensersatzansprüchen“. Insgesamt stehe eine Summe von mehreren 100 000 Euro im Raum, die aus Werkverträgen Anfang und Mitte der 90er Jahre stamme. Diensberg beklagt die „mangelnde Bereitschaft der betroffenen Auftraggeber und Anspruchsteller, Vergleichsvereinbarungen abzuschließen und auf diesem Weg den Fortbestand des Unternehmens zu ermöglichen“.

Seit etwa eineinhalb Jahren habe das Unternehmen finanzielle Schwierigkeiten, berichtet Diensberg. Aus Verantwortung für den Betrieb und die Mitarbeiter habe er sich jetzt gezwungen gesehen, rechtliche Schritte einzuleiten. Den entscheidenden Knick habe es bereits durch einen Skandal im Jahr 1999 gegeben. Damals hatte das Erzbistum Köln - einer der größten Auftraggeber - auch dem Brühler Unternehmen Preisabsprachen vorgeworfen und ein Verfahren eingeleitet, das bis heute läuft. „Das hat uns den Großteil unserer Kunden gekostet“, sagt Diensberg. Die schlechte Konjunktur habe der Firma zusätzlich geschadet.

Ob die Ansprüche an das Unternehmen, das früher nicht nur an Dacharbeiten am Kölner Dom, sondern auch an Kirchen in Jerusalem beteiligt war, berechtigt sind, sei noch nicht geklärt, so Diensberg: „Damit müssen sich jetzt die Juristen beschäftigen.“