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MüllabfuhrDen Schlüssel im Tresor

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Köln – Die AWB wollen von den großen Schlüsselbünden im Müllwagen weg und drängen zunehmend in Revieren mit Vollservice auf den Einbau von Schlüsseltresoren. Der Haus- und Grundbesitzerverein ist verärgert. „Darüber ist mit uns noch nicht gesprochen worden“, ärgert sich Geschäftsführer Thomas Tewes. „Es geht nicht nur um die Kosten, die die Hauseigentümer nicht auf die Vermieter umlegen dürfen, sondern auch um die Sicherheit und die wachsende Zahl solcher Tresore.“

Weil schon an vielen Häusern Schlüsseltresore existieren, die den Energieversorgern und Aufzugfirmen den Zugang zum Haus erlauben, müssten nach Auffassung von Haus- und Grund zusätzliche Kästen eingebaut werden. „Es wird nicht sein können, dass in einem Tresor der Schlüssel für die Verteilerkästen der Rheinenergie und auch der für die Müllabfuhr liegen.“ Die AWB will aber die Schlüsseltresore, weil sie seit der Einführung neuer Tonnen noch mehr Trupps mit Haustürschlüsseln ausrüsten musste. Obwohl schon 400 Tresore genutzt werden, sind noch 1100 Schlüssel unterwegs. Ab und an geht einer verloren, und auf dem Etikett steht gleich, zu welchem Haus er gehört. „Ein Druck mit der flachen Hand auf alle Klingeln öffnet nicht immer die Türe, wenn kein Hausmeister da ist“, sagte AWB-Chef Herbert Winkelhog. „Rund 50 bis 200 Euro kostet ein Schlüsseltresor. Das ist zumutbar“, findet Winkelhog.

Allerdings haben die Hausbesitzer die freie Wahl, welches Modell sie anschaffen. So gibt es günstig schon kleine Kästen mit vier Zahlenringen wie bei einem Fahrradschloss, die einfach auf die Fassade geschraubt werden. „Das ist grob fahrlässig. Sollte mit dem Schlüssel aus solch einem Kästchen eingebrochen werden, haftet nicht die Versicherung, sondern der Hauseigentümer“, warnt Thewes. „Es sollte schon ein echter Tresor sein, der ins Mauerwerk eingelassen ist.“ (mfr)