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Neuer Glanz für grünes JuwelAusschuss plant neues Konzept für Insel Grafenwerth

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Der nördliche Teil der Insel Grafenwerth soll unter dem Motto „Spielinseln auf der Insel“ mit verschiedenen Spielmöglichkeiten für Kinder unterschiedlicher Altersklassen ausgestattet werden. Der Beginn dieser Maßnahme ist für diesen Winter geplant.

  1. Ab nächster Woche steht das Projekt „Insel Grafenwerth – grünes Juwel in neuem Glanz“ auf der Tagesordnung des Planungsausschusses
  2. Der Beginn des Umbaus ist für diesen Winter geplant
  3. Lesen Sie hier, welche Änderung vorgenommen werden sollen

Bad Honnef – Die Planungen für die Umgestaltung der Insel Grafenwerth nehmen langsam Fahrt auf. Das Projekt „Insel Grafenwerth – grünes Juwel in neuem Glanz“ (siehe Info-Kasten) steht in der kommenden Woche auf der Tagesordnung des städtischen Planungsausschusses. Dieser soll dann über den Entwurf des Gesamtkonzeptes befinden. Bereits Ende Mai stand es im Rahmen einer gemeinsamen nichtöffentlichen Sitzung der Ausschüsse für Jugendhilfe, Bildung, Sport, Kultur und Soziales sowie für Umwelt, Wald, Verkehr, Feuerschutz und Rettungswesen zu Diskussion.

Von den anwesenden Ausschussmitgliedern wurden dabei bereits einige Punkte angesprochen. Ein Überblick über die diskutierten Themen:

Entsiegelung der Asphaltflächen

Die Reduzierung der versiegelten Fläche wurde gemeinhin begrüßt. Die geplante Wegbreite von 3,50 Meter müsse aber noch einmal geprüft werden, weil sich hier auch Personen mit Kinderwagen oder auch Rollatoren begegnen und dementsprechend mehr Platz benötigen könnten.

Stufen zum Wasser

Die Sitzstufenanlage wurde als ein „gutes neues Angebot“ aufgefasst, es wurde sogar ein zweites Projekt dieser Art gewünscht.

Beschaffenheit der Wege

Die geplante neue Beschichtung der Wege sei zwar deutlich pflegeintensiver, eine Asphaltierung würde jedoch dem Parkcharakter entgegen stehen, so die Kommunalpolitiker.

Sitzmöbel

Hier wurde die Anfälligkeit für Graffiti zwar einerseits erwähnt, andererseits würde eine Aufwertung der Insel die Hemmschwelle für Zerstörung und Graffiti insgesamt aber erhöhen, wie es weiter hieß. Wünschenswert seien unter Umständen auch Liegestuhlelemente und Stühle mit höheren Rückenlehnen.

Drei Bauabschnitte geplant

Die Stadt Bad Honnef hat sich 2017 mit dem Konzept um Förderung im Rahmen des Programms „Zukunft Stadtgrün“ erfolgreich beworben. Der nun zu fassende Beschluss soll diese sowie die Einhaltung des Förderzeitraums bis 2021 sichern. Drei Bauabschnitte, für die Investitionen in Höhe von 3,3 Millionen Euro vorgesehen sind, sind geplant:

1. Abschnitt: Die Nordspitze soll vom Winter 2019 bis zum Sommer 2020 unter dem Motto „Spielinseln auf der Insel“ umgestaltet werden. Geplant sind verschiedene Spielmöglichkeiten, die durch schmale Wege miteinander barrierefrei verbunden werden. Die vorhandene Vegetation soll aus Artenschutzgründen größtenteils erhalten bleiben.

2. Abschnitt: Die Rheinpromenade (Sommer 2020 bis Frühjahr 2021) soll weitestgehend entsiegelt und der vorhandene Weg zu einem Flanierbereich mit 3,50 Meter Breite umgewandelt werden. Weiterhin sind Aufenthalts- und Bewegungsräume geplant, ebenso eine zweite Boule-Anlage und neue Bänke, Beleuchtungselemente sowie Gräser-Pflanzungen entlang der Wege. Am Ende des Weges vom Schwimmbad zum Rhein soll eine Sitzstufenanlage entstehen.

3. Abschnitt: Der Entrée-Bereich um die denkmalgeschützte Grafenwerther Brücke und die Fläche um das Quellenhaus ist vom Frühjahr 2021 bis zum Herbst 2021 dran. Hier sind multifunktionale Sportflächen für Kinder und Jugendliche sowie Sitzelemente vorgesehen. Die offene Wiesenfläche soll unberührt bleiben, es sollen lediglich Vorkehrungen (Fundamente, Leitungen) für einen mobilen Bühnenstandort geschaffen werden. (mdh)

Insel-Rundweg

Ein Wegeschluss von der Grafenwerther Brücke über die Promenade vorbei am Freibad bis zur Berck-sur-Mer-Brücke wurde ausdrücklich gewünscht, obwohl dieser nicht im Förderantrag enthalten ist. Die Verwaltung soll eine mögliche Umsetzung prüfen.

Optimierung des Radweges

Durch kleinere Anpassungen soll der Fahrradweg von der Grafenwerther Brücke bis zum Freibad verbessert werden.

Erhalt des bestehenden Kinderspielplatzes

Im Rahmen der Sitzung wurde diskutiert, die durch Elternspenden finanzierte Anlage als vertrautes Angebot auf der Insel zu erhalten. Man müsse die Bedeutung eines bürgerschaftlichen Projektes gegenüber der Qualität einer Erneuerung der Spielanlage abwägen. Wie die Verwaltung daraufhin betonte, werde vor Beginn der Maßnahme mit dem Stadtelternrat über einen „geeigneten und wertschätzenden Alternativstandort“ diskutiert.

Fahrrad-Parkplätze

Grundsätzlich sei die Anordnung und Größe der Fahrradabstellmöglichkeiten zwar gut, betonten die Ausschussmitglieder, dennoch sei zu prüfen, ob für die Nonnenwerther Schüler, deren Fähre an der Insel ablegt, ausreichend Fahrrad-Parkplätze vorhanden seien. Weiterhin wurde angeregt, die Abstellmöglichkeiten zwischen Inselcafé und Rhein zu verringern, um den Blick nicht zu beeinträchtigen.

Kneippbecken/Boule-Anlage

Von der Errichtung eines Kneippbeckens wird abgesehen, wie einhellig festgestellt wurde, weil ein solches Angebot auch auf dem Gelände des Freibads geschaffen werden könne. Bezüglich der Boule-Anlage stehe die Verwaltung in enger Absprache mit den Nutzern, wie ausgeführt wurde.

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Insgesamt zeichnete sich in der Diskussion der gemeinsamen Ausschusssitzung eine „sehr weitreichende Unterstützung für das Projekt ab“, wie die Verwaltung in der aktuellen Vorlage für den Planungsausschuss betont. Sollte dieser dem Gesamtkonzept zustimmen, muss sich die Stadt zunächst mit dem Kreis und der Bezirksregierung abstimmen. Danach sollen die Pläne weiter konkretisiert werden, bis es schließlich an die Ausschreibung geht. Beginn der Maßnahme ist im November/Dezember dieses Jahres – eine Verschiebung sei nicht mehr möglich, zum einen, weil eine kritische Terminkollision mit den Feierlichkeiten zum Beethoven-Jubiläum auf der Insel bestünde und zum anderen, weil dann eine Umsetzung im Förderzeitraum gefährdet sei.

Die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planen und Bauen findet am kommenden Donnerstag, 27. Juli, um 18 Uhr im Rathaus, Rathausplatz 1, statt.