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Arbeitskreis WalberbergUnser Dorfplatz soll schöner werden

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Die AG-Sprecher Regine Ritsert-Dettmar (l.) und Andreas Zeisler (Mitte) mit Ulrike Over (2.r.), Peter Leyendecker (r.) und Heinz Schmitz freuen sich, dass die Pläne jetzt in die Umsetzung gehen.

Die AG-Sprecher Regine Ritsert-Dettmar (l.) und Andreas Zeisler (Mitte) mit Ulrike Over (2.r.), Peter Leyendecker (r.) und Heinz Schmitz freuen sich, dass die Pläne jetzt in die Umsetzung gehen.

Neue Bänke, neuer Wasserspender, neue Pflanzen, neue Pfade – Arbeitskreis Walberberg freut sich über erreichte Fortschritte.

Er war ein „Menschenfänger“ im besten Sinne: Pater Bertram. Von 1975 bis zu seinem unerwarteten Tod 2004 war er Pfarrer in Walberberg. Auf Antrag des Förderkreises Historisches Walberberg wurde der Dorfplatz bereits 2011 nach ihm benannt – damals schon in der Hoffnung, dass dieser wirklich nicht schöne Platz irgendwann einmal dem beliebten Pfarrer und Namensgeber auch optisch gerecht werden könnten – als Platz, der dem Dorf durch seine pure Optik schmeichelt, an dem sich Menschen zusammenfinden, austauschen und die Gemeinschaft feiern.

Arbeitskreis plante schon länger

Es brauchte dann allerdings erst einmal Bürgermeister Christoph Becker, der auf seinen Ortstouren 2023 für die Zukunftswerkstatt warb. Becker setzte auf Ehrenamtler und Arbeitskreise in den Ortschaften. Wie Pilze schossen damals in allen 14 Ortschaften die „Ideenschmieden“ zu Themen wie Verkehr, Ortsbild und Schule aus dem Boden. Doch so schnell wie sie kamen, verschwanden sie auch – auch weil die von den Ehrenamtlern erdachten Pläne im Rathaus gar nicht so schnell in Bearbeitung kamen.

Übergeblieben ist aktuell ein Arbeitskreis in Walberberg, der sich seit drei Jahren an der Verschönerung des Pater-Bertram-Platzes in der Dorfmitte die Nerven aufreibt. Dabei waren die Pläne auf dem Papier schon 2024 fertig. Wie lang und zäh der Weg vom Plan jedoch in die Umsetzung sein kann, darüber können die Sprecher dieses Arbeitskreises, Regine Ritsert-Dettmar und Andreas Zeisler, Bücher füllen. „Doch jetzt sind wir hier mitten in der Umsetzung“, freuen sie sich.

Neue schicke Bänke sind jetzt auf dem auf dem Dorfplatz – dem Pater-Bertram-Platz – aufgestellt.

Neue schicke Bänke sind jetzt auf dem auf dem Dorfplatz – dem Pater-Bertram-Platz – aufgestellt.

An diesem Sonntag, 10. Mai, werden sie und ihr Team – Ulrike Over, Peter Leyendecker und Heinz Schmitz –   dabei sein, wenn der Platz zu neuem Leben erwacht.   Dann wird mit Kaffee und Kuchen zwischen 14 Uhr und 16.30 Uhr eine Pflanzentauschbörse stattfinden.

Seit ein paar Tagen stehen hier jetzt die schicken Bänke und Cortenstahl-Pflanzkübel. Paten werden sich um die Bepflanzung der Kübel kümmern. Glückselig saßen in den vergangenen Tagen bereits einige Grüppchen von Walberbergern zum Schwätzchen zusammen. Längst ist auch der Wasserspender angeschlossen.

Verkehrssituation entschärft

Gut kommt auch die in Zusammenarbeit mit der Grundschule geschaffene „Elterntaxi-Haltestelle“ an. Insbesondere kurz vor 15 Uhr parken dort die „Elterntaxis“ Stoßstange an Stoßstange. Bunte Fußstapfen auf dem Bürgersteig führen von dort zur Thomas-Quentel-Schule. „Tolle Sache“, sagen sogar einige Großmütter. „Damit hoffen wir, auch die Verkehrssituation an der Grundschule zu entschärfen“, erklärt Regine Ritsert-Dettmar.

„Die Herausforderung bestand vor allen Dingen darin, den unterschiedlichen Nutzern des Platzes gerecht zu werden“, erklärt Ritsert-Dettmar. Anwohner nutzen den Platz als Parkplatz. Die Freiwillige Feuerwehr braucht den Platz damit auch die Freiwilligen Feuerwehrleute im Einsatzfall problemlos und blitzschnell ihr Fahrzeug auf dem Platz parken können – schräg gegenüber der Feuerwache. Die Junggesellen benötigen darüber hinaus die gesamte Platzgröße – gut 1600 Quadratmeter – um ihr Festzelt im Sommer beim Junggesellenfest aufstellen zu können.

„Das schränkte natürlich die Gestaltungsmöglichkeiten ziemlich ein“, so Zeisler. Das Ziel sei aber immer auch gewesen, Akzeptanz zu schaffen und den größten gemeinsamen Nenner zu finden. Jetzt darf die Freiwillige Feuerwehr im Einsatzfall ihre Privatwagen sogar auf der „Flaniermeile“ parken – auf der Platzseite, auf denen mit Blumenkübeln und Sitzbänken die Aufenthaltsqualität aufgewertet wurde. Und immer dann, wenn der Platz in vollem Umfang gebraucht wird, rückt die Stadt an, und räumt die Kübel und Bänke weg.