Rund 300 Mitglieder aus allen 19 Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises kamen zum 66. Kreisparteitag, der in der Rheinhalle in Bornheim-Hersel stattfand.
CDU Rhein-SiegVorsitzender Oliver Krauß bestätigt und Überraschung für Stefan Raetz

Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbands Rhein-Sieg Oliver Krauß (rechts) überraschte Stefan Raetz mit der Konrad-Adenauer-Medaille.
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Oliver Krauß bleibt für weitere zwei Jahre Vorsitzender der CDU im Rhein-Sieg-Kreis. Mit 87 Prozent wurde der Alfterer, der auch für die Christdemokraten im NRW-Landtag sitzt, im Amt bestätigt. Einen Gegenkandidaten gab es nicht: „Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, das ist ein klares Signal für die Geschlossenheit unseres Kreisverbands“, erklärte der 54-Jährige der Rundschau gegenüber.
Rund 300 Mitglieder aus allen 19 Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises waren am Freitagabend zum 66. Kreisparteitag gekommen, der diesmal in der Rheinhalle in Bornheim-Hersel, der „Halle metz Hätz“, stattfand. Die Bornheimer CDU-Vorsitzende Gabriele Kretschmer begrüßte die Gäste links und rechts des Rheins in der „heute Abend schönsten Stadt des Kreises.“
Bestätigt wurden auch die vier stellvertretenden Vorsitzenden Björn Franken (Ruppichteroth), Jona Grunwald (Bad Honnef), Angelina Keuter (Hennef) sowie Anke Nolte (Neunkirchen-Seelscheid). Den Vorstand komplettieren Florian Schröder aus Lohmar als Schatzmeister, Ingo Hellwig aus Sankt Augustin als Schriftführer, neu im Amt als Pressesprecher ist der Königswinterer Christian Steiner, ebenfalls aus Königswinter kommt Sebastian Stoffer, der den neuen Posten des Digitalbeauftragten bekleidet, zum Wahlkampfbeauftragten wurde Oliver Baron aus Rheinbach und zum Mitgliederbeauftragten André Mansfeld aus Niederkassel bestimmt. Hinzu kommen zehn Beisitzerinnen und Beisitzer.
Medaille für ehemaligen Rheinbacher Bürgermeister Stefan Raetz
In seinem Rechenschaftsbericht verwies Oliver Krauß auf mehrere positive Entwicklungen und Projekte, zu denen er mit beigetragen hatte: Dazu zählen die Freigabe der nach der Hochwasserkatstrophe vom Sommer 2021 neu gebauten Swistbachbrücke in Heimerzheim in nur drei Monaten, die Sanierung der L 113 in Alfter zwischen Ahrweg und Bahnübergang Impekoven, die vorgezogene Elektrifizierung der Voreifelbahn, Zusagen aus dem Landesstraßenunterhaltungsprogramm für Instandsetzungen der L113 in Rheinbach für Arbeiten auf der L183 in Bornheim-Merten oder die Vergabeleistungen für die barrierfreie Modernisierung des Bahnhofs Bornheim-Roisdorfs, die Ende 2002 vergeben wurden. Hinsichtlich der globalen Krisen betonte Krauß: „Wichtigste Ressource ist die interkommunale Zusammenarbeit, die nur im Austausch mit den Regierungspräsidenten, Bürgermeistern und dem Landrat gelingt.“ Als ein vordringliches Beispiel für die Zukunft sieht Krauß den Schutz gegen neue Risiken, etwa der Hochwasservorsorge.
Eine Überraschung gab es für den früheren Rheinbacher Bürgermeister Stefan Raetz. Oliver Krauß händigte ihm die Konrad-Adenauer-Medaille aus. Sie gilt als höchste Würdigung der Senioren Union der CDU Deutschlands und wird seit 2004 verliehen, um damit verdienten Frauen und Männern für ihr herausragendes und bürgerschaftliches Engagement zu danken und sie damit zu ehren.
Der gebürtige Flensburger Raetz war von 1999 bis 2020 hauptamtlicher Bürgermeister von Rheinbach und setzt sich nach wie vor ehrenamtlich für zahlreiche Projekte ein. So unterstützt er beispielsweise die Initiative „Rheinbach hilft“, die unter anderem Menschen in der Ukraine beisteht, engagiert sich in der Fluthilfe und rief die Partnerschaft des Friedens mit Verdun in Nordfrankreich ins Leben.
