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Kulinarik, Kunst und KönigsgemüseDas Programm für die Bornheimer Frühlings- und Spargelwochen

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Mit Spannung wird die Spargel-Ernte im Vorgebirge erwartet. Bundesweit ist die Fläche, auf der das Gemüse angebaut wird, in den vergangenen Jahren zurückgegangen.

Mit Spannung wird die Spargel-Ernte im Vorgebirge erwartet. Bundesweit ist die Fläche, auf der das Gemüse angebaut wird, in den vergangenen Jahren zurückgegangen.

In der Gartenbaumschule von Christoph Haustellten stellten Akteure das Programm für die fünften Bornheimer Frühlings- und Spargelwochen vor.

Seit März 2014 ist der Bornheimer Spargel im EU-Register für regionale Spezialitäten eingetragen und gilt als geschützte geografische Angabe. Nur Spargel, der in der Bornheimer Region linksrheinisch zwischen Wesseling und Bonn angebaut wird, darf seither als „Bornheimer Spargel“ verkauft werden. Damit steht er auf einer Schutzstufe mit Parmesankäse, Parmaschinken oder Champagner.

Gefeiert werden das Königsgemüse und das Vorgebirge während der Bornheimer Frühlings- und Spargelwochen, die jetzt in die fünfte Auflage gehen. Wieder erwartet die Besucher zwischen April und Juni ein mit Veranstaltungen und Exkursionen vollgepacktes Programm mit Fahrradtouren, Spaziergängen, Gaumenfreuden und Kunst für alle Altersgruppen. „Wir feiern den Frühling“, brachte es Bürgermeister Christoph Mandt jetzt bei der Programmvorstellung auf den Punkt.

Zwischen blühenden Primeln

Diesmal begrüßte der Bürgermeister die Akteure zwischen blühenden Primeln und duftenden Kräutern im Verkaufsraum der Gartenbaumschule von Christoph Hau in Walberberg. „Ohne Sie alle wären diese besonderen Wochen hier gar nicht möglich“, lobte Mandt das Engagement und den Fleiß der vielen teilnehmenden Vereine, Geschäftsleute, Landwirte, Initiativen und Privatleute, die ihren jeweiligen Programmpart neben ihrer eigentlichen Arbeit planen und organisieren.

Zwischen blühenden Frühlingsblumen gaben die Akteure in Walberberg einen Programmüberblick.

Zwischen blühenden Frühlingsblumen gaben die Akteure in Walberberg einen Programmüberblick.

„Probieren und genießen“ heißt es schon am 2. April bei „Genussvoll Leben“ auf der „Kö“ in Bornheim. Bewegung ist beim ADFC angesagt. Der Verein lädt im April und im Mai jeweils am ersten und dritten Donnerstag ab 17 Uhr zu Feierabendradtouren ein. In der Kunst können sich die Besucher an jedem ersten Samstag im Monat auf dem Kunsthof Merten verlieren, wenn man den Künstlern bei ihrer Arbeit in den Ateliers über die Schulter schauen darf.

Weinprobe und Wanderung

Ein ganz anderer Genuss wartet am 17. April sowie am 8. und 19. Mai auf die Besucher bei einer Führung und einer Weinprobe in der Weinhandlung Jakob Antwerpen in Hersel. Mit einer etwa sieben Kilometer langen Wanderung startet der Landschaftsschutzverein Vorgebirge (LSV) am 18. April in den Frühling und in die Obstblühlandschaft des blühenden Vorgebirges. Beim „Theaterverein Edelweiß“ in Hersel stehen der 18. und 19. April ganz im Zeichen von Mord und gutem Essen, also dem traditionellen Krimidinner. Wie Vereinsvorsitzende Monika Hemmersbach sagt, sind für Sonntag auch noch Karten zu haben.

Mit der Ausstellung „Bornheim-Art“ bringt sich der Künstlerkreis Vorgebirge in die Programmvielfalt ein. Vom 20. April bis 8. Mai sind die Exponate in 14 Bornheimer Schaufenstern an der Königstraße rund um die Uhr zu sehen. Zum Welttag des Buches lädt die Stadtbücherei Bornheim ins Rathaus ein. Den Frühling im Wald kann man bei einer Exkursion der VHS Bornheim/Alfter am 25. April erleben.

Wo wächst Spargel und wie? Antworten weiß Spargelbauer Johannes Saß und gibt am 2. Mai sein Wissen weiter bei einer Spargel-Exkursion mit dem Fahrrad.

Mit der Kamera ans Rheinufer

Ein eigenes Frühlingsfest mit Jungpflanzen-Verkauf veranstaltet der Biohof Apfelbacher am 9. Mai in Brenig. Fotografiebegeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind am 9. und 10. Mai willkommen, wenn die Naturpädagogin Kerstin Oldendorf zur Exkursion mit der Kamera oder dem Handy ans Rheinufer bittet. Muttertag ist Pflanzentauschtag: Für den 10. Mai hat Regine Dettmar wieder die Pflanzentauschbörse in Walberberg auf dem Dorfplatz organisiert. „Die Natur als Künstler“ heißt der Titel des Fotowochenendseminars der VHS am 22. und 23. Mai.

Spannend dürfte auch die VHS-Exkursion am 23. Mai sein. Thema: „Frisches Grün vom heimischen Knoblauch bis Fichtenspitzen.“ Dabei sollen die Teilnehmer bis zu 15 Pflanzen mit ihrer überlieferten Geschichte kennen lernen. Mit der VHS geht es auch am 30. Mai auf Tour in den Wald. Angesprochen sind Kinder und Erwachsene.

Aktueller Stand zur WDR-4-Disko am 30. Mai in der Rheinhalle in Hersel: Noch sind einige Karten zu haben.

Eine besondere Ortsbegehung durch Waldorf und Üllekoven zu den ältesten Ortsteilen im Vorgebirge startet die VHS am 31. Mai, bevor die Volkshochschule mit der Onlineveranstaltung Klimawandel und Gesundheit am 24. Juni auch den Schlusspunkt setzt.

Acht Stationen beim „Frühlingserwachen“

Keine Frühlings- und Spargelwochen ohne die Großveranstaltung Frühlingserwachen: Die Heimat noch besser kennenlernen, die Natur genießen und regionale Produkte probieren – das „Frühlingserwachen im Vorgebirge“ bietet Spaß, Gaumenfreuden und interessante Einblicke für Groß und Klein. Erneut hat der ADFC eine Radtour von Hof zu Hof ausgearbeitet, man kann natürlich auch auf eigene Faust starten. Diesmal geht es über 23 Kilometer zu acht Stationen, die alle ein buntes und abwechslungsreiches Programm zu bieten haben.

Los geht es am Sonntag, 26. April, nach der Begrüßung um 11 Uhr am Bienenhaus in Kardorf in der Keimerstraße. Dort stellt sich auch der Imkerverein vor. Die Besucher erfahren eine ganze Menge zum Thema Bienen und Streuobstwiesen. Kunst schauen, darüber sprechen und sogar eine eigene Monotypie gestalten, dies und mehr bietet sich den Besuchern auf dem Kunsthof Merten. Ganz viel Programm ist auf dem Obstanbaubetrieb Schmitz-Hübsch in Merten angesagt – vom Traktorrennen bis zum Malwettbewerb für die Kinder plus Traktorfahrten durch die blühende Plantage.

Wissenswertes über Kräuter und Stauden im eigenen Garten

Außerdem werden Fahrräder codiert, es werden Wildbienennisthilfen gebaut, es gibt Informationen zum nachhaltigen Anbau und über die Imkerei und in der „Scheune“ sogar eine Kunstausstellung mit Bildhauerei.

Wissenswertes über Kräuter, Stauden und den Obstanbau im eigenen Garten erfahren die Besucher in der Gartenbaumschule Hau in Walberberg. Eingebettet in ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm können sich die Gäste auch Anregungen für die eigene Gartengestaltung mit nach Hause nehmen. Informationen zur Pflege des Gartens und des Rasens stehen auch auf dem Programm beim Agrarhandel Norbert Wirtz in Sechtem. Dort gibt es zudem das Aussaat-Sortiment mit über 700 verschiedenen Gemüse- und Blumensorten zu entdecken.

Auf dem Gemüsehof Steiger in Waldorf stellt sich derweil der neue Pächter vor. Darüber hinaus stehen Informationen rund um die Hühnerhaltung im Mobil-Stall im Mittelpunkt. Quasi um die Ecke liegt der Biohof Bursch. Hautnah und intensiv können die Besucher auch dort die Landwirtschaft im Vorgebirge erleben. Pflanzaktionen gibt's für die Kinder und sicherlich einigen Tipps für die Küche für Erwachsene. An den Außenständen informiert dort Angela Austermann vom Klimabündnis Rhein -Voreifel zum Thema Klima und Gesundheit. Letzte Station der ADFC-Radtour ist die Weinhandlung Antwerpen in Hersel.