BornheimMüllproblem an Wohncontainern sorgt für Ärger

Sperrmüll und Elektrogeräte auf dem Gelände „Am Ühlchen“ müssen entsorgt werden.
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Bornheim – Berge von Haus- und Sperrmüll, dazu alte Elektrogeräte, die entsorgt werden müssen – die Stadt Bornheim hat an einer Wohncontaineranlage von Landwirt Claus Ritter unhaltbare Zustände vorgefunden. Der Betrieb, einer der größten der Branche im Vorgebirge, steckt vor dem Beginn der Spargel- und Erdbeersaison offenbar in finanziellen Schwierigkeiten.
Die Verwaltung bestätigte auf Anfrage, dass der Ordnungsaußendienst auf dem Gelände „Am Ühlchen“ erhebliche Mengen an Rest- und Sperrmüll dokumentiert hat. Zudem stünden dort zahlreiche Elektrogeräte. Versuche der Stadt Bornheim, mit der Firma, die auch Mitglied im Verein Bornheimer Spargelanbauer ist, Kontakt aufzunehmen, seien bislang erfolglos gewesen, teilte die Verwaltung gestern auf Anfrage mit. Da es sich offensichtlich auch um gewerbliche Abfälle handele, sei der Rhein-Sieg-Kreis zuständig.
Ordnungsgemäße Entsorgung erwünscht
„Deshalb ist die Stadt derzeit dabei, mit der Kreisverwaltung das weitere Vorgehen abzustimmen“, so ein Sprecher der Stadt. In der Regel werde der Grundstückseigentümer aufgefordert, den Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. „Kommt er dieser Forderung nicht nach, sorgen – je nach Art des Abfalls – die Stadt beziehungsweise der Kreis dafür, dass der Müll entfernt wird“, heißt es in einer E-Mail an die Redaktion, „die Kosten dafür werden dem Grundstückseigentümer in Rechnung gestellt“.
Vor dem Amtsgericht Bonn ist am 24. Januar ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) von Sabine und Claus Ritter eröffnet worden. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Bonner Rechtsanwalt Dr. Andreas Schulte-Beckhausen. Verfügungen über Gegenstände des GbR-Vermögens sind seither nur noch mit seiner Zustimmung wirksam.
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Auf den Anbauflächen des Landwirtes in und um Bornheim läuft der Betrieb unterdessen scheinbar ungestört weiter. Mitarbeiter stellten gestern Folientunnel auf. Claus Ritter wollte sich trotz Nachfrage gestern zur aktuellen Situation des Unternehmens nicht äußern. Die Internetseite der Firma war nicht erreichbar. (mkl/jr/Bir)



