Nach vier Monaten Bauzeit ist der Ersatzneubau über den Quirrenbach fertig. Die alte Brücke war gesperrt, doch Spuren zeigten, dass das Verbot missachtet wurde.
Ersatzneubau in KönigswinterBrücke über den Quirrenbach wieder freigegeben

Der Ersatzneubau des Brückenbauwerks über den Quirrenbach zwischen Rostingen und Gratzfeld wurde erfolgreich fertiggestellt und die Grünflächen angelegt.
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Radfahrer, Landwirte und Reiter können seit Anfang Oktober wieder ungehindert über den Quirrenbach fahren. Wie die Stadt Königswinter mitteilt, ist der Ersatzneubau der Brücke auf dem Wirtschaftsweg zwischen Rostingen und Gratzfeld nach vier Monaten Bauzeit abgeschlossen. Das Bauwerk liegt auf der Trasse der Schmalspurbahn, die bis 1951 von Siegburg über Oberpleis nach Rostingen fuhr und bis heute regionale Bedeutung für den Radverkehr hat.
Die alte Brücke unbekannten Baujahres war seit Längerem stark geschädigt und für alle Fahrzeuge gesperrt. Spuren auf dem Wegebelag zeigten jedoch, dass die Beschilderung regelmäßig missachtet wurde. Dass die Sperrung nicht konsequent eingehalten wurde, erschwerte die Lage zusätzlich. Dem setzt die Stadt nun mit dem Neubau ein Ende. Zunächst prüfte die Verwaltung, ob die Brücke ersatzlos entfallen und die Wegeführung verändert werden könnte. Eine Lösung ohne Brücke scheiterte jedoch am Naturschutzgebiet: Eine alternative Trassenführung, der die Untere Naturschutzbehörde hätte zustimmen können, fand sich nicht. Nach langwierigen Abstimmungen fiel daher die Entscheidung für den Ersatzneubau.
Die Planer wählten ein Wellstahl-Kreisbogenprofil auf Streifenfundamenten. Diese Bauweise soll ein möglichst naturgetreues Bachbett ermöglichen, hoch belastbar sein und die hydraulische Leistung optimieren. Zudem wurde eine Abwasserdruckleitung verlegt, die nun unter dem Bauwerk verläuft. Landschafts-, Natur-, Arten- und Gewässerschutz seien umfassend berücksichtigt und mit den Behörden abgestimmt worden. Noch in diesem Herbst sollen acht Jungbäume als artengleiche Ersatzpflanzungen in unmittelbarer Nähe gesetzt werden; weitere Ausgleichspflanzungen sind in Planung. Die Stadt kalkuliert mit einer Nutzungsdauer von 100 Jahren. Königswinter ist für über 60 Brücken verantwortlich. (red)
