Ingo Alda erhält beim Auftakt des Winzerfestes in Königswinter den Ritterschlag als Ritter vom Siebengebirge.
WinzerfestIngo Alda aus dem Berg-Ort Eudenbach wird der neue Ritter vom Siebengebirge

Im Mittelpunkt: Der designierte Ritter vom Siebengebirge, Ingo Alda, mit dem Ordenskapitel, Bürgermeisterin Heike Jüngling und Weingott Bacchus (Manfred Kirchrath).
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Das Ordenskapitel der Ritter vom Siebengebirge ist nach Einschätzung von Bürgermeisterin Heike Jüngling „das who is who der Stadtgesellschaft“. Jeder Ritter und jede Ritterin habe „ganz viel geleistet für unsere Stadt, ehrenamtlich, aber auch in den jeweiligen Berufen“, sagte die Bürgermeisterin am Donnerstagabend in Eudenbach.
Dort stellte das Ordenskapitel beziehungsweise dessen Sprecher Walter Jonas und Martina Pannenbecker-Frings mit Ingo Alda ein Eudenbacher Urgestein als neues designiertes Mitglied der Tafelrunde vor. Der Ritterschlag durch das Stadtoberhaupt beziehungsweise Weingott Bacchus (Manfred Kirchrath) erfolgt traditionell zum Start des Winzerfestes, in diesem Jahr am Freitag, 2. Oktober.
Früher war es der „Orden wider den quälenden Durst“
Seit 1961 gibt es diese spezielle Auszeichnung für Persönlichkeiten, die sich um die Stadt Königswinter verdient gemacht haben. Richard Faßbender war der erste Ritter, damals, vor der kommunalen Neuordnung 1969, Bürgermeister der alten Stadt Königswinter. Bei Gründung firmierte die Auszeichnung unter dem Titel „wider den quälenden Durst.“ 1991, zum 50. Jubiläum, beschloss man die Änderung in „Ritter vom Siebengebirge“ um wegzukommen vom Eindruck der Weinseligkeit. Laut Walter Jonas wollte man „den für manchen missverständlichen Namen“ ablegen.
Martina Pannenbecker-Frings blickte am Donnerstag ganz kurz zurück und macht so zugleich deutlich, dass das Ordenskapitel auch auf regionalen Proporz wert legt: „Vor zwei Jahren haben wir mit Ralf Dehmer einen Ritter aus dem Königswinterer Tal gekürt. Im letzten Jahr mit Monika Effelsberg eine Ritterin aus dem Mittelgebirge. Und in diesem Jahr sind wir im Hochgebirge der Stadt angekommen.“ Dort, also in Eudenbach, stellte sie Ingo Alda als „echtes Oberhauer Urgestein“ vor.
Der Ritter in spe hatte, wie er einräumte, durchaus Lampenfieber. Er hätte nicht gedacht, dass ihm das mit 66 Jahren noch passieren würde. Ingo Alda ist im Oberhau so bekannt wie der berühmte bunte Hund. Er war laut Martina Pannenbecker-Frings 25 Jahre lang Geschäftsführer des TuS Eudenbach und wurde von der Stadt für 25 Jahre Ehrenamt ausgezeichnet. Bei der KG Spitz pass op übernahm er zehn Jahre lang das Präsidentenamt und wurde dann von 2010 bis 2016 Vorsitzender der KG. Im Jahr 2013 regierte er den Oberhau mit seiner Frau Tanja als Prinzenpaar.
2011 wurde Alda stellvertretender Vorsitzender von Oberhau Aktuell. 2016 wurde er dessen Vorsitzender, gleichzeitig auch des Vereins der Heimat und Brauchtumspflege bis heute. „Zu den Ehrenämtern von Ingo Alda reiht sich seit 2026 die Führung der Kasse des Hospizdienstes Königswinter ein“, zählte die Sprecherin des Ordenskapitels auf. Heike Jüngling wird am 2. Oktober zum ersten Mal seit Amtsantritt mit dem Ordenskapitel und dem Bacchus auf der Bühne stehen. „Das wird ein sehr besonderer Moment.“
