Hiobsbotschaft für ElternNeue Kita in Königswinter wird nicht rechtzeitig fertig

Die Fertigstellung der neuen Kita am Limperichsberg (Aufnahme vom April) verzögert sich.
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Königswinter – Hiobsbotschaft für alle Eltern, die ihre Kinder nach den Ferien in der neuen Kindertagesstätte am Limperichsberg betreuen lassen wollten: Die Rund vier Millionen Euro teure Einrichtung, in der 70 Betreuungsplätze entstehen sollen, wird nicht rechtzeitig fertig. Die Stadt Königswinter und ihr Jugendamt prüfen zurzeit, ob eine Interimslösung in der Turnhalle Thomasberg möglich ist, wie Stadtsprecher Florian Striewe auf Anfrage bestätigte. Da müssten aber noch bauordnungsrechtliche Fragen geklärt werden. Nächste Woche sei zudem ein Ortstermin mit dem Landesjugendamt, das eine Betriebserlaubnis geben müsse.
Eltern wurde am 6. Juli über Probleme informiert
Am 6. Juli – also erst in den laufenden Sommerferien – sind laut Striewe die Eltern über die Probleme informiert worden. Das Jugendamt habe vorher von den Verzögerungen auf der Baustelle nichts gewusst, betonte er. Dort fehle es an Material für die Außenanlagen und für die Innentüren sowie an elektrischen Bauteilen. Bestenfalls sei die neue Kita Ende September fertig, schlimmstenfalls könne es aber auch erst Ende November so weit sein.
Einen Plan B für den Fall, dass die Turnhalle Thomasberg nicht als Zwischenlösung genutzt werden kann, hat die Stadt laut Florian Striewe derzeit nicht. Man gehe davon aus, dass zumindest eine „Grundbetreuung“ sichergestellt werde könne.
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Dass die Eltern erst in den Sommerferien informiert worden sind, hat die CDU-Fraktion gestern scharf kritisiert. „Das bedeutet, dass die Eltern zum Teil während ihres Urlaubs von der Verschiebung der Eröffnung erfahren haben und sich jetzt innerhalb kürzester Zeit und eventuell aus dem Ausland um Alternativen bemühen müssen“, so das Ratsmitglied Christian Steiner. „Das dürfte sich angesichts der knappen Anzahl an Kitaplätzen und der Entfernung schwierig gestalten.“
Die kurzfristige Verschiebung der Eröffnung sei für die betroffenen Eltern eine „Katastrophe“, so Fraktionschef Stephan Unkelbach. Laut Florian Striewe hatte die Stadt mit ihrem Infoschreiben an die Eltern auch eine Abfrage nach dem Bedarf verbunden. Die Rückläufe bisher seien „überschaubar“.
Die Kita am Limperichsberg, deren Trägerschaft die gemeinnützige Gesellschaft „Himpelchen und Pimpelchen“ übernommen hat, war in der Beschluss- und Planungsphase vor allem wegen ihrer hohen Kosten politisch hochumstritten.


